Deutsche Tageszeitung - Mann betäubt und durch Brand getötet: Frau in Memmingen wegen Mordes verurteilt

Mann betäubt und durch Brand getötet: Frau in Memmingen wegen Mordes verurteilt


Mann betäubt und durch Brand getötet: Frau in Memmingen wegen Mordes verurteilt
Mann betäubt und durch Brand getötet: Frau in Memmingen wegen Mordes verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie ihren Mann zunächst betäubte und dann durch eine Brandstiftung in der gemeinsamen Wohnung tötete, hat das Landgericht im bayerischen Memmingen eine Frau zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte am Dienstag einem Sprecher zufolge außerdem die besondere Schwere der Schuld fest, womit eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren quasi ausgeschlossen ist.

Textgröße ändern:

Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte hingegen auf Freispruch plädiert. Allerdings sah das Gericht nach 35 Verhandlungstagen sowie, der Vernehmung von mehr als 70 Zeugen und sechs Gutachtern die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft als erwiesen an.

Demnach hatte die Frau ihren Ehemann aus Heimtücke getötet, um an das Geld der Lebensversicherung ihres Manns kommen. Am Tattag, dem 6. Mai vergangenen Jahres, verabreichte sie ihm laut Urteil unter einem Vorwand ein Schlafmittel.

Danach setzte sie die Wohnung in Brand, um ihren Mann zu töten. Das Ganze sollte nach dem Tatplan als Unfall aussehen. Es entstand zwar kein offenes Feuer, aber ein Glimmbrand. Tatsächlich starb der Mann als dessen Folge an einer Rauchgasvergiftung.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Mitbewohner getötet: Dauerhafte Unterbringung in Psychiatrie in Rheinland-Pfalz

Weil er seinen WG-Mitbewohner tötete, hat das Landgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz die dauerhafte Unterbringung eines 38-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann galt wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig, wie einer Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Demnach wurde das Urteil am Dienstag verkündet.

Service zu Rundfunkbeitrag gegen Geld: BGH prüft Klagerecht von Verbraucherverband

Die Frage, ob ein Verband von einem Geschäftsführer wegen der mutmaßlichen Täuschung von Verbrauchern Schadenersatz fordern kann, ist vom Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt worden. Er prüfte am Mittwoch eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz in einem vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) angestrengten Rechtsstreit. Dieser klagte gegen ein Unternehmen, das im Internet Formulare rund um den Rundfunkbeitrag anbot, etwa zur An- oder Abmeldung. (Az. I ZR 253/25)

Geplante "Gen Z"-Proteste in Deutschland: Warnungen vor linksextremer Einflussnahme

Angesichts der für den 31. Oktober in deutschen Städten geplanten Proteste junger Menschen warnen Innenpolitiker und Vertreter der Polizei vor einer möglichen Einflussnahme linksextremistischer Kräfte. Die Sicherheitsbehörden hätten den Termin bereits "fest im Blick", erklärte Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) laut Mitteilung vom Dienstag. Die für diesen Tag geplanten Proteste würden "auch aus dem linken Spektrum instrumentalisiert", warnte Poseck. Ein Bündnis namens Gen Z regelt ruft für den 31. Oktober zu Demonstrationen auf.

Bekannten verwechselt und erschossen - Anklage gegen 43-Jährigen in Rheinland-Pfalz

Weil er einen Bekannten wohl wegen einer Verwechslung in seiner Wohnung erschossen haben und anschließend auf ein Festival geflüchtet sein soll, hat die Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Frankenthal Anklage gegen einen 43-Jährigen erhoben. Ihm wird Totschlag vorgeworfen, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Demnach soll er das 41 Jahre alte Opfer Ende Juli in Bad Dürkheim getötet haben.

Textgröße ändern: