Deutsche Tageszeitung - Gericht: Kölner Bezirk darf Platz nach Komiker Dirk Bach benennen

Gericht: Kölner Bezirk darf Platz nach Komiker Dirk Bach benennen


Gericht: Kölner Bezirk darf Platz nach Komiker Dirk Bach benennen
Gericht: Kölner Bezirk darf Platz nach Komiker Dirk Bach benennen / Foto: © AFP/Archiv

Ein Platz in der Kölner Innenstadt kann einem Gerichtsbeschluss zufolge nach dem Komiker und Moderator Dirk Bach benannt werden. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) lehnte die Zulassung der Berufung gegen einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln am Donnerstag ab, wie das OVG in Münster mitteilte.

Textgröße ändern:

Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Bezirk Köln-Innenstadt und dem Rat der Stadt Köln um einen Platz nahe dem Schauspielhaus, der bislang keinen Namen hat und inoffiziell Kleiner Offenbachplatz genannt wird. Der Bezirk will diesen Platz seit 2022 nach Bach benennen, was der Stadtrat ablehnt. Er beschloss stattdessen 2023, den Platz in den daneben liegenden Offenbachplatz mit einzubeziehen.

Dagegen klagte der Bezirk und beantragte die Feststellung, dass er für die Benennung zuständig sei. Dem gab das Verwaltungsgericht Köln statt. Daraufhin legte der Stadtrat Berufung ein, die nun aber abgelehnt wurde. Dieser Beschluss ist laut OVG unanfechtbar, das Urteil des Verwaltungsgerichts demnach rechtskräftig.

Der gebürtige Kölner Bach starb 2021 im Alter von 51 Jahren überraschend - vermutlich an Herzversagen. Bekannt war er vor allem durch seine langjährige Moderation des RTL-"Dschungelcamps".

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

43 Jahre nach Mord an Sexarbeiter in Hamburg: Urteil gegen 61-Jährigen rechtskräftig

Mehr als 43 Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines transsexuellen Prostituierten in Hamburg ist der Schuldspruch gegen den wegen Mordes verurteilten Täter rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des heute 61-jährigen Mannes, der die Tat im Alter von 18 Jahren begangen haben soll. Wie das Gericht am Montag in Karlsruhe weiter mitteilte, war der Beschuldigte vom Landgericht Hamburg im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben

Nach der Beschädigung eines Sicherheitszauns am Leipziger Flughafen hat sich ein 20-Jähriger als mutmaßlicher Verursacher der Polizei gestellt. Der Mann soll im Bereich des Flughafens die Kontrolle über ein Auto verloren und damit den Zaun durchbrochen haben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

Nach Krawallen: Macron lehnt Rücktrittsgesuch von Innenminister Nuñez ab

Nach den schweren Ausschreitungen am Rande eines landesweiten Protesttages in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron nach Angaben des Élysée-Palasts den Rücktritt von Innenminister Laurent Nuñez abgelehnt. Der Minister habe dem Präsidenten am Sonntag seinen Rücktritt angeboten, erklärte der Palast am Montag. Macron habe dies jedoch mit Verweis auf die "notwendige Kontinuität bei der Führung der Sicherheitskräfte" zurückgewiesen.

Brasilien: Lula und Bolsonaro überziehen sich in TV-Duell gegenseitig mit Vorwürfen

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien haben sich Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro in einem TV-Duell gegenseitig mit Vorwürfen und Beleidigungen überzogen. Lula entfernte sich am Sonntag demonstrativ kurzzeitig von Bolsonaro und erklärte, er wolle "Abstand zu einem Milizionär" halten. Damit spielte er auf angebliche Verbindungen des Abgeordneten zu kriminellen Banden an, die weite Teile der Armenviertel von Rio de Janeiro kontrollieren.

Textgröße ändern: