Deutsche Tageszeitung - Prozess um gescheiterte Erpressung: Familie Schumacher legt Berufung ein

Prozess um gescheiterte Erpressung: Familie Schumacher legt Berufung ein


Prozess um gescheiterte Erpressung: Familie Schumacher legt Berufung ein
Prozess um gescheiterte Erpressung: Familie Schumacher legt Berufung ein / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess um einen Erpressungsversuch hat die Familie von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher Berufung gegen einen Teil des Urteils des Amtsgerichts Wuppertal eingelegt. Die Berufung betreffe das Urteil gegen einen ehemaligen Angestellten einer Sicherheitsfirma, teilte Schumachers Managerin Sabine Kehm am Montag mit. Der Mann war am vergangenen Mittwoch wegen Beihilfe zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Textgröße ändern:

Die Familie zielt den Angaben zufolge auf eine Verurteilung wegen Mittäterschaft. Er war laut Anklage als Angestellter der Sicherheitsfirma mit der Überwachung des Schumacher-Anwesens in der Schweiz beauftragt.

"Wir haben Berufung eingelegt gegen das in unseren Augen viel zu milde Urteil", erklärte Corinna Schumacher, Ehefrau des Formel-1-Rekordweltmeisters, laut Mitteilung des Managements. "In meinen Augen war er der Drahtzieher hinter dieser Sache." Schumacher forderte eine Strafe, "die eventuelle Nachahmer abschreckt".

Der 53-jährige Hauptangeklagte, der mit der Veröffentlichung von privatem Bild- und Videomaterial gedroht hatte, war am Mittwoch zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 53-Jährige und sein Sohn - ein weiterer Angeklagter - hatten dem Urteil zufolge versucht, 15 Millionen Euro von der Familie zu erpressen. Der Sohn wurde wegen Beihilfe zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Michael Schumacher hatte bei einem Skiunfall im Jahr 2013 schwere Kopfverletzungen erlitten. Er trat seither nicht mehr in der Öffentlichkeit auf. Die Familie macht zu seinem Gesundheitszustand keine Angaben.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Gestohlene Renoir-Bilder: Ermittlungsverfahren gegen 29-jährigen Hauptverdächtigen

Gut einen Monat nach dem Diebstahl von Renoir-Gemälden aus einem Museum in Südfrankreich ist gegen den 29-jährigen Hauptverdächtigen ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. "Nach Angaben der Ermittler hat er eine zentrale Rolle bei dem Einbruch gespielt", sagte sein Verteidiger Jean-Denis Flori am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Seinem Mandanten werde "Diebstahl mit einer organisierten Bande und Bildung einer kriminellen Vereinigung" zur Last gelegt.

Deutsche Bahn verabschiedet Intercity 1 - moderne ICE und Intercity 2 übernehmen

Mit einer Sternfahrt von Hamburg und München nach Wiesbaden hat die Deutsche Bahn (DB) den Intercity 1 offiziell verabschiedet. Nach Jahrzehnten im Einsatz haben moderne ICE- oder Intercity 2-Züge den Reisezugwagenklassiker inzwischen flächendeckend ersetzt, wie die Bahn am Samstag mitteilte. Der Intercity 1 habe die "Grundlagen für den schnellen, vertakteten Eisenbahnverkehr in Deutschland, wenn nicht gar in Europa" gelegt.

Schwere Schäden und dutzende Verletzte durch heftiges Erdbeben in Panama

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 hat in Panama schwere Schäden angerichtet und Panik ausgelöst. Mindestens 27 Menschen wurden nach Behördenangaben bei dem Erdstoß am Freitag verletzt, Todesopfer wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes nicht gemeldet. Der Internationale Flughafen von Panama-Stadt stellte den Betrieb vorübergehend ein.

Starkes Erdbeben in Panama: Mindestens 27 Verletzte und schwere Schäden

Bei dem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 in Panama sind nach Angaben der Behörden mindestens 27 Menschen verletzt worden. Bislang gebe es keine Informationen über Todesopfer, sagte der Leiter des Katastrophenschutzzentrums, René García, der Nachrichtenagentur AFP. Das Beben brachte vor allem im Zentrum des Landes Gebäude zum Einsturz und beschädigte Straßen.

Textgröße ändern: