Deutsche Tageszeitung - Prügelei in Luxushotel um Saunaliege: 7900 Euro Geldstrafe

Prügelei in Luxushotel um Saunaliege: 7900 Euro Geldstrafe


Prügelei in Luxushotel um Saunaliege: 7900 Euro Geldstrafe
Prügelei in Luxushotel um Saunaliege: 7900 Euro Geldstrafe / Foto: © AFP/Archiv

Im Fall einer Prügelei um eine Saunaliege in einem Luxushotel hat das Landgericht Nürnberg-Fürth einem Mann rund 7900 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz zugesprochen. Weil der Geprügelte allerdings eigenmächtig Bademantel und Handtuch seines Angreifers entfernt hatte, sah das Gericht in dem am Freitag veröffentlichten Urteil eine Mitverantwortung und reduzierte die geforderten Ansprüche um ein Viertel. Das Urteil ist rechtskräftig (Az. 10 O 2087/23).

Textgröße ändern:

Der auf Schadensersatz verklagte Mann hatte für sich und seine Partnerin mit Bademantel und Handtuch zwei Liegen im Saunabereich des Luxushotels für sich "reserviert" - ein vielen Urlaubern bekanntes Verhalten. Der Kläger hatte die Sachen entfernt und sich auf eine der Liegen gelegt.

Als der Beklagte aus der Sauna kam und die Situation erkannte, sei es zu einem Wortgefecht mit anschließender Prügelei der beiden Männer gekommen. Dabei verpasste der Liegenreservierer dem anderen Mann einen Faustschlag ins Gesicht und brach ihm die Nase. Der Bruch musste operiert und das Angriffsopfer drei Tage im Krankenhaus behandelt werden.

Der Angegriffene wollte dafür 5000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz für Behandlungskosten in Höhe von 6500 Euro einklagen. Diese insgesamt 11.500 Euro reduzierte das Gericht wegen des Mitverschuldens des Angegriffenen um 25 Prozent. Demnach war das Reservieren der Liegen nach Überzeugung der Richter nicht erlaubt. Allerdings hätte der Kläger das Hotelpersonal verständigen müssen und nicht eigenhändig handeln dürfen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Nach Kunstskandal: BGH prüft Herausgabe von gefälschtem Bild an Fälscher

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Freitag (09.00 Uhr) über einen der großen Kunstskandale der vergangenen Jahre. Der Fälscher selbst will ein Bild zurück, das er einst als angebliches Original verkaufte. Ein Auktionshaus versteigerte es 2006 für fast 2,9 Millionen Euro als "Rotes Bild mit Pferden" des Malers Heinrich Campendonk von 1914. (Az. V ZR 242/24)

USA wollen Hinrichtung von Attentäter durch Erschießungskommando live übertragen

Die USA wollen die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Amokläufers Nidal Hasan live übertragen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Videointerview, Hasan bekomme "ein Erschießungskommando mit Soldaten (...), und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist". Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte auf Anfrage, die Hinrichtung am 3. Dezember solle "live übertragen" werden.

Bayern: Mann bei behördlicher Waffenkontrolle in Wohnhaus erschossen

Bei einer behördlichen Waffenkontrolle hat ein Mann am Donnerstag in einem Wohnhaus im bayerischen Berngau in der Oberpfalz einen Mensch erschossen. Das männliche Opfer sei vor dem Haus geborgen worden, in dem sich der Verdächtige weiter verschanze, teilte die Polizei in Regensburg mit. Ein weiterer Mensch wurde nach früheren Polizeiangaben schwer verletzt.

Bayern: Zwei Schwerverletzte durch Schüsse in Oberpfalz - Täter lokalisiert

Im bayerischen Berngau in der Oberpfalz sind am Donnerstag zwei Menschen durch Schüsse schwer verletzt worden. Nach einer dreistündigen unklaren Lage konnte der mutmaßliche Täter in einem Wohnhaus lokalisiert werden, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Das Wohnhaus wurde demnach von Polizisten umstellt.

Textgröße ändern: