Deutsche Tageszeitung - ADAC fordert Verbot von gewerblichem Handel mit Flensburger Punkten

ADAC fordert Verbot von gewerblichem Handel mit Flensburger Punkten


ADAC fordert Verbot von gewerblichem Handel mit Flensburger Punkten
ADAC fordert Verbot von gewerblichem Handel mit Flensburger Punkten / Foto: © AFP/Archiv

Der ADAC hat sich für ein Verbot des sogenannten Punktehandels ausgesprochen. Der Automobilklub forderte die Schließung einer entsprechenden Gesetzeslücke, wie er am Mittwoch in München mitteilte. Gewerbliche Punktehändler vermitteln Menschen, die gegen Geld die Punkte von Verkehrssündern im Flensburger Register übernehmen. So könnten die Verkehrssünder Fahrverbote oder den Führerscheinverlust umgehen. Möglich sei dies durch eine Gesetzeslücke. Die neue Bundesregierung sei hier gefragt, einen Gesetzesentwurf vorzulegen, um die bestehende Lücke zu schließen, teilte der ADAC weiter mit.

Textgröße ändern:

Für eine Bekämpfung des gewerblichen Punktehandels forderte der ADAC mehr Personal in Bußgeldstellen. Dadurch könnten Behördentäuschungen durch falsche Angaben zu Fahrerinnen und Fahrern besser aufgedeckt werden. Außerdem sprach sich der Automobilklub dafür aus, den Punktehandel zu sanktionieren - mit einem Bußgeldrahmen von bis zu 30.000 Euro.

Bekannt ist der Punktehandel einer ADAC-Umfrage zufolge eher bei Autofahrern, die bereits Eintragungen im Flensburger Register haben. Unter ihnen kennen 43 Prozent den gewerblichen Punktehandel. Bei Autofahrern insgesamt sind es laut ADAC hingegen nur 25 Prozent. Der Umfrage zufolge finden wiederum 72 Prozent der Befragten, dass der gewerbliche Punktehandel bestraft werden sollte. Lediglich zwölf Prozent finden diese Praxis in Ordnung.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Weiterer Schlag gegen Betrugsnetzwerk in Autohandel mit hohem Millionenschaden

Im Zusammenhang mit einem großangelegten Umsatzsteuerbetrug im Autohandel mit einem Gesamtschaden von rund 300 Millionen Euro ist den Ermittlern ein weiterer Schlag gelungen. Zwei Verdächtige wurden am Donnerstag festgenommen, wie das Zollfahndungsamt in Essen am Freitag mitteilte. Sie sollen an dem mutmaßlichen internationalen Betrugsnetzwerk beteiligt gewesen sein. Insgesamt wurden bislang mehr als 70 Beschuldigte identifiziert.

13-Jähriger in Baden-Württemberg stirbt bei Zusammenstoß mit Auto

Ein 13-jähriger E-Scooter-Fahrer ist bei einem schweren Verkehrsunfall in Gerabronn in Baden-Württemberg ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Aalen am Freitag mitteilte, übersah der 13-Jährige am Donnerstag an einer Kreuzung einen vorfahrtsberechtigten 52-jährigen Autofahrer. Dabei kam es zu einem schweren Zusammenstoß. Der 13-Jährige wurde dabei tödlich verletzt, er starb noch an der Unfallstelle.

45-Jähriger in Hessen soll Mutter angezündet und getötet haben - Festnahme

Ein 45 Jahre alter Mann soll in Hessen vor den Augen seiner Großmutter seine 76-jährige Mutter angegriffen und angezündet haben. Die Frau starb an ihren Verletzungen, wie die Polizei im hessischen Wiesbaden und die Limburger Staatsanwaltschaft am späten Donnerstag mitteilten. Die Tat ereignete sich demnach am Donnerstagnachmittag nach einem Streit in einem Wohnhaus in Hünfelden. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Vor Bundesratsabstimmung zum Sexualstrafrecht: Hubig wirbt für "Nur Ja heißt Ja"

Vor der Bundesratsabstimmung über eine Reform des Sexualstrafrechts hat Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) für die Einführung des Konsens-Prinzips geworben. "Ich persönlich bin dafür, dass wir im Sexualstrafrecht das Prinzip 'Nur Ja heißt Ja' verankern", sagte Hubig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). "Denn 'Nur Ja heißt Ja' stellt das Einvernehmen in den Mittelpunkt. Dieses Konsens-Prinzip schützt die sexuelle Selbstbestimmung konsequent."

Textgröße ändern: