Deutsche Tageszeitung - Waldbrände in Kanada: Notstand auch in Provinz Saskatchewan

Waldbrände in Kanada: Notstand auch in Provinz Saskatchewan


Waldbrände in Kanada: Notstand auch in Provinz Saskatchewan
Waldbrände in Kanada: Notstand auch in Provinz Saskatchewan / Foto: © Manitoba Government/AFP

Wegen der heftigen Waldbrände im Zentrum Kanadas haben die Behörden am Donnerstag auch in der Provinz Saskatchewan den Notstand ausgerufen. "Wir haben es in Saskatchewan mit einer sehr schwierigen Situation zu tun", sagte der Regierungschef der Provinz, Scott Moe, am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten. "Wir ergreifen alle möglichen Maßnahmen, um unsere Gemeinden vorzubereiten", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Im Laufe der Woche waren bereits 4000 Menschen in Saskatchewan evakuiert worden. Da kein Regen vorhergesagt sei, rechne er mit einer Verschlechterung der Lage, sagte Moe weiter.

Die östliche Nachbarprovinz Manitoba hatte bereits am Mittwoch den Notstand ausgerufen und im Rahmen der laut Provinzpremier Wab Kinew "größten Evakuierungsaktion" in Manitoba "seit Menschengedenken" mehr als 17.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Armee schickte Flugzeug in zwei entlegene Indigenen-Gebiete im Norden der Provinz.

Die Brände markieren laut Kinew den seit Jahren schlimmsten Beginn der Waldbrandsaison. "Zum ersten Mal lodern Feuer nicht nur in einer Region, sondern in allen Regionen" von Manitoba, sagte der Regierungschef der Provinz. "Das ist ein Zeichen für den Klimawandel, an den wir uns anpassen müssen", fügte Kinew hinzu.

Den Behörden zufolge wurden in Manitoba in den vergangenen Wochen fast 200.000 Hektar Wald zerstört - mehr als dreimal so viel wie durchschnittlich in den vergangenen fünf Jahren. In ganz Kanada wüten derzeit 163 Feuer, die Hälfte davon gelten als außer Kontrolle.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Nach Hausexplosion in Weimar: Weiter keine Spur von vermisstem Mann

Mehr als eine Woche nach der Explosion eines Einfamilienhauses im thüringischen Weimar gibt es weiterhin keine Spur von dem vermissten Hausbesitzer. Der 61-Jährige gilt auch nach Abschluss der Such- und Sicherungsarbeiten weiter als vermisst, wie die Polizei in Jena am Dienstag mitteilte.

Jugendlicher schießt vor Schule um sich: Elf Verletzte in der Türkei

Ein Jugendlicher hat vor einer Schule in der Türkei um sich geschossen und mindestens elf Schüler verletzt. Der Angreifer ergriff nach dem Vorfall am Dienstagmorgen in Turgutlu nahe Izmir zunächst die Flucht, konnte jedoch rasch gefasst und festgenommen werden, wie Justizminister Akin Gürlek im Onlinedienst X mitteilte. Es ist bereits der dritte schwere Schusswaffenangriff an einer türkischen Schule in diesem Jahr.

21 Festnahmen bei Durchsuchungen gegen illegale Zigarettenfabrik in NRW

Bei Durchsuchungen wegen des Handels mit illegalen Zigaretten haben Ermittler in Nordrhein-Westfalen 21 Menschen festgenommen. Ihnen wird Steuerhinterziehung vorgeworfen, wie das Zollfahndungsamt Essen am Dienstag mitteilte. Demnach sollen sie in einer illegalen Fabrik gefälschte und unversteuerte Zigaretten hergestellt und anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft haben. Außerdem besteht der Verdacht der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei.

Große US-Sender schränken Trump-Berichterstattung ein - Protest gegen Hausverbot für CNN

Weniger Berichterstattung über Donald Trump als Mittel des Protests: Nach den Hausverboten für den US-Sender CNN und andere Medien im Weißen Haus haben die größten Fernsehsender der Vereinigten Staaten ihre Berichterstattung über den US-Präsidenten vorerst eingeschränkt. ABC, CBS, Fox News und NBC erklärten am Montag mit CNN, sie würden vorerst nicht mehr über Trumps Auftritte an seinem Amtssitz berichten. Mehrere Medien wollen zudem wegen der Hausverbote die US-Regierung verklagen.

Textgröße ändern: