Deutsche Tageszeitung - Prozess um großes Drogenlabor mit Millionenwert: Mehrjährige Haftstrafen in Aachen

Prozess um großes Drogenlabor mit Millionenwert: Mehrjährige Haftstrafen in Aachen


Prozess um großes Drogenlabor mit Millionenwert: Mehrjährige Haftstrafen in Aachen
Prozess um großes Drogenlabor mit Millionenwert: Mehrjährige Haftstrafen in Aachen / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess um eines der größten Drogenlabore in Deutschland hat das Landgericht Aachen drei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie erhielten Freiheitsstrafen zwischen fünf und acht Jahren, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Die Angeklagten sollen laut Anklage tonnenweise MDMA hergestellt haben. Dabei sollen sie mehr als 14 Millionen Euro eingenommen haben.

Textgröße ändern:

Zollfahnder hoben das riesige Drogenlabor im Mai vergangenen Jahres in Hückelhoven im Kreis Heinsberg aus. Nach früheren Ermittlerangaben war es das größte MDMA-Labor, das seit 23 Jahren in Deutschland beschlagnahmt wurde. Damals wurden fast 200 Kilogramm MDMA beschlagnahmt. Daraus hätten rund 1,3 Millionen Ecstasy-Tabletten hergestellt werden können, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft ging in ihrer Anklage davon aus, dass drei der insgesamt sechs Angeklagten in einer Halle in Hückelhoven ein Drogenlabor zur Herstellung von MDMA eingerichtet hatten. Sie sollen von November 2023 bis Mai 2024 insgesamt mehr als fünf Tonnen sogenannte MDMA-Base hergestellt und verkauft haben.

Schuldig gesprochen wurden zwei der Angeklagten unter anderem wegen Drogenhandels, einer von ihnen wegen Beihilfe. Drei weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Das Urteil fiel am Dienstag, es ist noch nicht rechtskräftig.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Verkehrsunfälle: Acht Tote und mehr als 1000 Verletzte pro Tag

Auf Deutschlands Straßen sind im vergangenen Jahr jeden Tag im Schnitt acht Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen und mehr als 1000 verletzt worden. Im Jahr 2025 starben insgesamt 2832 Menschen bei Verkehrsunfällen, das waren 62 mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit war die häufigste Ursache für tödliche Unfälle.

Bundespolizei nimmt gesuchten Millionenbetrüger am Frankfurter Flughafen fest

Bundespolizisten haben am Flughafen Frankfurt am Main einen gesuchten Millionenbetrüger festgenommen. Der 29-Jährige soll einer kriminellen Organisation angehören, die allein in Deutschland eine noch nicht abschließend ermittelte Anzahl an Geschädigten um Vermögen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe gebracht hat, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Die Organisation habe Investitionen in verschiedene Vermögenswerte vorgetäuscht, die Geldbeträge der Anleger aber nie investiert.

Wiener Gericht spricht zwei Syrer wegen Misshandlung von Oppositionellen schuldig

Ein Ex-General und ein früherer ranghoher Polizist aus Syrien sind von einem österreichischen Gericht wegen der Misshandlung von Regierungsgegnern während der Assad-Herrschaft zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gegen den ehemaligen Brigadegeneral der syrischen Geheimdienste, Chaled al-Halabi, und den früheren Kriminalpolizisten Mussab Abu Rukbah wurden am Montag in Wien Haftstrafen von jeweils acht Jahren verhängt. Beide Männer hatte 2015 Asyl in Österreich beantragt und lebten seither dort.

Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler

In einem Schlag gegen internationale Netzwerke von Menschenhändlern hat die Polizei aus 59 Ländern mehr als tausend Menschen auf vier Kontinenten festgenommen. Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol vom Montag in Afrika, Amerika, Europa und Asien innerhalb von fünf Tagen. Die "Global Chain" (Globale Kette") genannte Aktion wurden von den Behörden in Rumänien und Österreich ausgeführt und von Interpol, der europäischen Polizeibehörde Europol und der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordiniert.

Textgröße ändern: