Deutsche Tageszeitung - Lebenslange Haft für Rentner in Brandenburg nach Mord an leukämiekranker Ehefrau

Lebenslange Haft für Rentner in Brandenburg nach Mord an leukämiekranker Ehefrau


Lebenslange Haft für Rentner in Brandenburg nach Mord an leukämiekranker Ehefrau
Lebenslange Haft für Rentner in Brandenburg nach Mord an leukämiekranker Ehefrau / Foto: © AFP/Archiv

Ein Rentner aus dem brandenburgischen Trebbin ist wegen der Tötung seiner an Leukämie erkrankten Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Potsdam sprach den zur Tatzeit 73-Jährigen des Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstagnachmittag mitteilte. Nach Überzeugung der Kammer hatte der Mann seiner schlafenden Frau im Dezember 2024 mindestens zehnmal mit einem ein Kilogramm schweren Schlosserhammer auf den Kopf geschlagen, was zu tödlichen Verletzungen führte.

Textgröße ändern:

Der Mann gab im Prozess an, aktive Sterbehilfe für seine schwer erkrankte Frau geleistet zu haben. Dies wurde der Sprecherin zufolge im Rahmen der Beweisaufnahme aber nicht festgestellt. Vielmehr hätten vernommene Zeugen und Zeuginnen die Frau als lebensfroh und optimistisch beschrieben. Von einem ernstlichen und ausdrücklichen Tötungsverlangen der Frau sei die Kammer daher nicht ausgegangen. Der Prozess gegen den Mann hatte Anfang Mai begonnen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Verkehrsunfälle: Acht Tote und mehr als 1000 Verletzte pro Tag

Auf Deutschlands Straßen sind im vergangenen Jahr jeden Tag im Schnitt acht Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen und mehr als 1000 verletzt worden. Im Jahr 2025 starben insgesamt 2832 Menschen bei Verkehrsunfällen, das waren 62 mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit war die häufigste Ursache für tödliche Unfälle.

Bundespolizei nimmt gesuchten Millionenbetrüger am Frankfurter Flughafen fest

Bundespolizisten haben am Flughafen Frankfurt am Main einen gesuchten Millionenbetrüger festgenommen. Der 29-Jährige soll einer kriminellen Organisation angehören, die allein in Deutschland eine noch nicht abschließend ermittelte Anzahl an Geschädigten um Vermögen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe gebracht hat, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Die Organisation habe Investitionen in verschiedene Vermögenswerte vorgetäuscht, die Geldbeträge der Anleger aber nie investiert.

Wiener Gericht spricht zwei Syrer wegen Misshandlung von Oppositionellen schuldig

Ein Ex-General und ein früherer ranghoher Polizist aus Syrien sind von einem österreichischen Gericht wegen der Misshandlung von Regierungsgegnern während der Assad-Herrschaft zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gegen den ehemaligen Brigadegeneral der syrischen Geheimdienste, Chaled al-Halabi, und den früheren Kriminalpolizisten Mussab Abu Rukbah wurden am Montag in Wien Haftstrafen von jeweils acht Jahren verhängt. Beide Männer hatte 2015 Asyl in Österreich beantragt und lebten seither dort.

Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler

In einem Schlag gegen internationale Netzwerke von Menschenhändlern hat die Polizei aus 59 Ländern mehr als tausend Menschen auf vier Kontinenten festgenommen. Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol vom Montag in Afrika, Amerika, Europa und Asien innerhalb von fünf Tagen. Die "Global Chain" (Globale Kette") genannte Aktion wurden von den Behörden in Rumänien und Österreich ausgeführt und von Interpol, der europäischen Polizeibehörde Europol und der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordiniert.

Textgröße ändern: