Deutsche Tageszeitung - Mehrjährige Haftstrafe für 20-Jährigen nach tödlichen Schüssen in Hamburg

Mehrjährige Haftstrafe für 20-Jährigen nach tödlichen Schüssen in Hamburg


Mehrjährige Haftstrafe für 20-Jährigen nach tödlichen Schüssen in Hamburg
Mehrjährige Haftstrafe für 20-Jährigen nach tödlichen Schüssen in Hamburg / Foto: © AFP/Archiv

In einem Prozess um tödliche Schüsse bei einem Streit auf offener Straße hat das Landgericht in Hamburg einen 20-Jährigen zu siebeneinhalb Jahren Haft nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Es sprach den Angeklagten nach Angaben eines Sprechers am Mittwoch wegen Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Waffendelikten schuldig.

Textgröße ändern:

Laut Anklage hatte der Beschuldigte während einer Auseinandersetzung im Bereich einer Hochhaussiedlung im Stadtteil Billstedt mehrfach mit einer Pistole in Richtung anderer Menschen gefeuert. Er gab demnach fünf Schüsse ab, wobei er potenziell tödliche Verletzungen für Andere in Kauf nahm. Er traf zwei Menschen an Bein beziehungsweise Hüfte. Ein 20-Jähriger starb.

Medienberichten zufolge ging es bei dem Streit mutmaßlich um Rivalitäten beim Straßenverkauf von Cannabis. Das tödlich verletzte Opfer geriet demnach offensichtlich nur zufällig in die Auseinandersetzung zwischen dem zur Tatzeit im Dezember 19-jährigen Angeklagten und weiteren Männern. Wegen des Alters des Beschuldigten wurde der Prozess nach Jugendstrafrecht geführt.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Nordrhein-Westfalen: 88-Jähriger in Leverkusen von Zug erfasst und getötet

Ein 88-Jähriger ist im nordrhein-westfälischen Leverkusen von einem Güterzug erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann versuchte am Dienstag, einen Bahnübergang bei geschlossenen Schranken und roter Ampel zu überqueren, wie die Polizei in Köln am Mittwoch mitteilte. Dabei erfasste ihn der in Richtung Opladen fahrende Zug tödlich. Der 29-jährige Zugführer erlitt einen Schock und wurde von Rettungskräften versorgt.

Philippinischer Ex-Präsident Duterte erscheint erstmals vor Internationalem Gericht

Der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angeklagte frühere philippinische Präsident Rodrigo Duterte ist erstmals zu einer Anhörung im Gerichtssaal in Den Haag erschienen. Der 81-Jährige folgte der gut eine Stunde dauernden Sitzung am Mittwoch regungslos. Er winkte jedoch der Zuschauertribüne zu, als die Richterin nach Ende der Anhörung den Gerichtssaal verlassen hatte.

Streit um Swingerparty-Artikel: Gericht gibt Stadtrat in Baden-Württemberg recht

Die Stadt Mannheim muss einer Gerichtsentscheidung zufolge im Amtsblatt einen Artikel des fraktionslosen Stadtrats Julien Ferrat veröffentlichen, in dem dieser die Stadt wegen der Nichtveröffentlichung zweier Beiträge über eine mögliche Swingerparty im Rathaus kritisiert. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe gab Ferrat im Eilverfahren recht, wie es am Mittwoch mitteilte. Der Artikel trägt demnach den Titel "Zensur im Amtsblatt der Stadt Mannheim".

Richterbund: Plan gegen Extremismus "sinnvoll" - Schlagkräftigere Justiz nötig

Der Deutsche Richterbund (DRB) hat den von der Regierung präsentierten Aktionsplan gegen islamistischen Terrorismus im Grundsatz gelobt - aber zugleich eine Stärkung der überlasteten Justizbehörden gefordert. Der Zehn-Punkte-Plan "bündelt sinnvolle Maßnahmen, die den Schutz der Bevölkerung verbessern, ohne rechtsstaatlich über das Ziel hinauszuschießen", sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Das gelte etwa für das Schließen von Strafbarkeitslücken im Anti-Terror-Strafrecht und erweiterte Handlungsmöglichkeiten der Gerichte in Jugendstrafverfahren.

Textgröße ändern: