Deutsche Tageszeitung - Prozess zu Schadenersatz nach Untergang von mit Autos beladenen Schiffs begonnen

Prozess zu Schadenersatz nach Untergang von mit Autos beladenen Schiffs begonnen


Prozess zu Schadenersatz nach Untergang von mit Autos beladenen Schiffs begonnen
Prozess zu Schadenersatz nach Untergang von mit Autos beladenen Schiffs begonnen / Foto: © Portuguese Navy/AFP

In Braunschweig hat am Mittwoch ein Zivilprozess um Schadenersatzfordungen gegen den Autohersteller VW wegen des Untergangs eines mit Autos beladenen Frachters vor den Azoren begonnen. Die Schiffseigentümerin, die Reederei und die Seekaskoversicherungen fordern vor dem Landgericht Braunschweig Schadenersatz "im dreistelligen Millionenbereich". Sie machen Lithium-Ionen-Batterien von E-Autos für den Brand verantwortlich, der zu dem Untergang der "Felicity Ace" führte.

Textgröße ändern:

Der Frachter war im Februar 2022 im Atlantik rund 170 Kilometer vor der Küste der Azoren-Insel Faial in Brand geraten. Die gesamte Besatzung des Schiffs wurde gerettet, die Schiff brannte über die folgenden Tage vollständig aus und sank am 1. März. Es transportierte zum Unglückszeitpunkt fast 4000 Autos verschiedener Volkswagen-Marken, darunter auch E-Autos.

Die Brandursache ist strittig: Die Klägerinnen geben laut Gericht an, dass eine sich selbst entzündende Lithium-Ionen-Batterie zu dem Feuer geführt habe. Die Beklagten weisen das zurück und erklären demnach zudem, dass "umsichtiges Handeln" den Untergang des Schiffes hätte verhindern können. Auch sind die Parteien sich über die genaue Höhe des Schadens uneins.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Wiener Gericht spricht zwei Syrer wegen Misshandlung von Oppositionellen schuldig

Ein Ex-General und ein früherer ranghoher Polizist aus Syrien sind von einem österreichischen Gericht wegen der Misshandlung von Regierungsgegnern während der Assad-Herrschaft zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gegen den ehemaligen Brigadegeneral der syrischen Geheimdienste, Chaled al-Halabi, und den früheren Kriminalpolizisten Mussab Abu Rukbah wurden am Montag in Wien Haftstrafen von jeweils acht Jahren verhängt. Beide Männer hatte 2015 Asyl in Österreich beantragt und lebten seither dort.

Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler

In einem Schlag gegen internationale Netzwerke von Menschenhändlern hat die Polizei aus 59 Ländern mehr als tausend Menschen auf vier Kontinenten festgenommen. Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol vom Montag in Afrika, Amerika, Europa und Asien innerhalb von fünf Tagen. Die "Global Chain" (Globale Kette") genannte Aktion wurden von den Behörden in Rumänien und Österreich ausgeführt und von Interpol, der europäischen Polizeibehörde Europol und der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordiniert.

Bremer Gericht spricht Müttern nach anonymer Samenspende Unterhaltsvorschuss zu

Neuen Urteilen zufolge können Mütter für ihre mittels einer anonymen Samenspende gezeugten Kinder Unterhaltsvorschuss bekommen. Das Verwaltungsgericht Bremen gab am Montag vier Klägerinnen Recht. Unterhaltsvorschuss wird normalerweise vom Staat gezahlt, wenn der andere Elternteil seinen Teil zum Unterhalt des Kinds nicht beiträgt.

Häftling in offenem Vollzug verursacht tödlichen Raserunfall: Haftstrafe in Krefeld

Weil er während eines Freigangs aus dem offenen Vollzug einen tödlichen Raserunfall verursacht haben soll, ist ein Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Krefeld sprach den Angeklagten unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Zudem wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen. Bei dem Verkehrsunfall war eine 70-jährige Autofahrerin ums Leben gekommen.

Textgröße ändern: