Deutsche Tageszeitung - Tödlicher Messerangriff in Firma in Bayern: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie

Tödlicher Messerangriff in Firma in Bayern: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie


Tödlicher Messerangriff in Firma in Bayern: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie
Tödlicher Messerangriff in Firma in Bayern: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Nach der tödlichen Messerattacke auf einem Firmengelände im bayerischen Mellrichstadt ist der 21-jährige Verdächtige vorläufig in einer Psychiatrie untergebracht worden. Dies entschied ein Richter, wie die Polizei in Würzburg und Staatsanwaltschaft Schweinfurt am Mittwoch mitteilten. Der Mitarbeiter hatte am Dienstag eine Kollegin erstochen und zwei Beschäftigte schwer verletzt.

Textgröße ändern:

Die Hintergründe des Angriffs bei einem örtlichen Energieversorger waren nach Angaben der Behörden weiterhin unklar. Die Ermittlungen würden "derzeit mit Hochdruck und größter Sorgfalt vorangetrieben", hieß es. Der Verdächtige wohnte demnach im thüringischen Meiningen, 20 Kilometer von Mellrichstadt entfernt. Ihm wird unter anderem Mord und versuchter Totschlag vorgeworfen.

Bei der Attacke starb eine 59-Jährige, zwei Männer im Alter von 55 und 62 Jahren wurden schwer verletzt. Nach Behördenangaben vom Mittwoch war ihr Zustand stabil, Lebensgefahr bestand nicht. "Mutige Mitarbeiter" hatten demnach eingegriffen und den mit einem Klappmesser bewaffneten Verdächtigen überwältigt. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und nahm ihn fest.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Wiener Gericht spricht zwei Syrer wegen Misshandlung von Oppositionellen schuldig

Ein Ex-General und ein früherer ranghoher Polizist aus Syrien sind von einem österreichischen Gericht wegen der Misshandlung von Regierungsgegnern während der Assad-Herrschaft zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gegen den ehemaligen Brigadegeneral der syrischen Geheimdienste, Chaled al-Halabi, und den früheren Kriminalpolizisten Mussab Abu Rukbah wurden am Montag in Wien Haftstrafen von jeweils acht Jahren verhängt. Beide Männer hatte 2015 Asyl in Österreich beantragt und lebten seither dort.

Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler

In einem Schlag gegen internationale Netzwerke von Menschenhändlern hat die Polizei aus 59 Ländern mehr als tausend Menschen auf vier Kontinenten festgenommen. Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol vom Montag in Afrika, Amerika, Europa und Asien innerhalb von fünf Tagen. Die "Global Chain" (Globale Kette") genannte Aktion wurden von den Behörden in Rumänien und Österreich ausgeführt und von Interpol, der europäischen Polizeibehörde Europol und der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordiniert.

Bremer Gericht spricht Müttern nach anonymer Samenspende Unterhaltsvorschuss zu

Neuen Urteilen zufolge können Mütter für ihre mittels einer anonymen Samenspende gezeugten Kinder Unterhaltsvorschuss bekommen. Das Verwaltungsgericht Bremen gab am Montag vier Klägerinnen Recht. Unterhaltsvorschuss wird normalerweise vom Staat gezahlt, wenn der andere Elternteil seinen Teil zum Unterhalt des Kinds nicht beiträgt.

Häftling in offenem Vollzug verursacht tödlichen Raserunfall: Haftstrafe in Krefeld

Weil er während eines Freigangs aus dem offenen Vollzug einen tödlichen Raserunfall verursacht haben soll, ist ein Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Krefeld sprach den Angeklagten unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Zudem wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen. Bei dem Verkehrsunfall war eine 70-jährige Autofahrerin ums Leben gekommen.

Textgröße ändern: