Deutsche Tageszeitung - Freundin mit Kochtopf erschlagen: Gut acht Jahre Haft für 90-jährige Münchnerin

Freundin mit Kochtopf erschlagen: Gut acht Jahre Haft für 90-jährige Münchnerin


Freundin mit Kochtopf erschlagen: Gut acht Jahre Haft für 90-jährige Münchnerin
Freundin mit Kochtopf erschlagen: Gut acht Jahre Haft für 90-jährige Münchnerin / Foto: © AFP/Archiv

Eine 90-jährige Münchnerin ist wegen der Tötung ihrer Freundin zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Sie wurde des Totschlags und der Körperverletzung schuldig gesprochen, wie ein Sprecher des Landgerichts München I am Mittwoch mitteilte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau ihre 77-jährige Freundin unter anderem mit einem Kochtopf geschlagen und dadurch getötet hatte.

Textgröße ändern:

Die Tat ereignete sich im Juli 2024 in der Wohnung der damals 89-Jährigen im Stadtteil Hasenbergl. Wegen eines Missgeschicks der 77-Jährigen in der Küche geriet die Ältere laut Gericht in Wut und schlug mit einem Topf zweimal kräftig auf den Kopf der Frau, mit der sie seit mehr als 40 Jahren befreundet war. Anschließend folgten weitere Schläge mit nicht näher identifizierten Gegenständen auf das Gesicht und den Kopf der Frau. Die 77-Jährige verblutete.

Die 90-Jährige schwieg in dem Prozess, das Gericht stützte sich vor allem auf die Angaben der Rechtsmedizin und der Angeklagten bei ihrer Festnahme vor einem Jahr. Diese hatte nach der Tat selbst die Polizei alarmiert, allerdings erst Tage später.

Die Staatsanwaltschaft beantragte, die Angeklagte zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes zu verurteilen. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

FBI macht Nordkorea für Milliarden-Hack bei Krypto-Börse Binance verantwortlich

Die US-Bundespolizei FBI macht Nordkorea für den milliardenschweren Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Binance verantwortlich. Dies teilte das FBI am Samstagabend (Ortszeit) mit. Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA prüften, ob Nordkorea hinter der Attacke stecke.

Brief an Epstein: Trump-Klage gegen "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen

Im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat ein US-Richter eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen das "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen. US-Bundesrichter Darrin Gayles aus Florida urteilte am Samstag im Streit um einen mutmaßlichen anzüglichen Trump-Brief an Epstein, der Präsident habe nicht nachgewiesen, dass die Zeitung "böswillig" Falschbehauptungen über ihn veröffentlicht habe.

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Textgröße ändern: