Deutsche Tageszeitung - Großbrand in Thüringen unter Kontrolle - in Sachsen noch keine Entspannung

Großbrand in Thüringen unter Kontrolle - in Sachsen noch keine Entspannung


Großbrand in Thüringen unter Kontrolle - in Sachsen noch keine Entspannung
Großbrand in Thüringen unter Kontrolle - in Sachsen noch keine Entspannung / Foto: © AFP/Archiv

Während der Waldbrand bei Gösselsdorf in Thüringen unter Kontrolle ist, konnte in der Gohrischheide in Sachsen noch keine Entwarnung gegeben werden. Auch am Montag kämpften in dem teilweise munitionsbelasteten Gebiet nach Angaben des Landratsamts Meißen noch rund 665 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr und Polizei gegen das Feuer. Unterstützt wurden sie von einem Löschhubschrauber, einem Wasserwerfer, gepanzerten Löschwagen und Löschrobotern aus Brandenburg.

Textgröße ändern:

Im Landschaftsschutzgebiet Gohrischheide an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg brennt es seit Dienstag vergangener Woche. Den Behörden zufolge sind mindestens 2100 Hektar betroffen.

Erschwert werden die Löscharbeiten durch die Munitionsbelastung des Gebiets, in dem sich früher Truppenübungsplätze befanden. Deshalb kann zum Beispiel aus Sicherheitsgründen teilweise nur aus Fahrzeugen heraus gelöscht werden. Das Land Brandenburg entsendete nach Angaben des Landesinnenministeriums weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung der Feuerwehren auf sächsischer Seite.

Das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen meldete unterdessen, dass das Feuer bei Gösseldorf nach gut einer Woche unter Kontrolle ist. Es laufen noch Nachlöscharbeiten, zudem kontrollieren Einsatzkräfte die verbliebenen Glutnester, wie ein Sprecher des Landratsamts in Saalfeld sagte.

Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte die Brandbekämpfung in Thüringen und Sachsen in den vergangenen Tagen nach Angaben vom Montag mit insgesamt rund 300 Einsatzkräften. Neben der Versorgung mit Treibstoff und Löschwasser organisierte das THW demnach auch die Lageerkundung per Drohne.

Auch die Luftwaffe schickte im Rahmen der Amtshilfe einen Löschhubschrauber in die Gohrischheide, der den Angaben zufolge bislang bei 230 Löschflügen insgesamt mehr als eine Million Liter Wasser über dem Feuer versprühte. Am Montag übernahm das Deutsche Heer mit Hubschraubern die Waldbrandbekämpfung.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Wiener Gericht spricht zwei Syrer wegen Misshandlung von Oppositionellen schuldig

Ein Ex-General und ein früherer ranghoher Polizist aus Syrien sind von einem österreichischen Gericht wegen der Misshandlung von Regierungsgegnern während der Assad-Herrschaft zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gegen den ehemaligen Brigadegeneral der syrischen Geheimdienste, Chaled al-Halabi, und den früheren Kriminalpolizisten Mussab Abu Rukbah wurden am Montag in Wien Haftstrafen von jeweils acht Jahren verhängt. Beide Männer hatte 2015 Asyl in Österreich beantragt und lebten seither dort.

Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler

In einem Schlag gegen internationale Netzwerke von Menschenhändlern hat die Polizei aus 59 Ländern mehr als tausend Menschen auf vier Kontinenten festgenommen. Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol vom Montag in Afrika, Amerika, Europa und Asien innerhalb von fünf Tagen. Die "Global Chain" (Globale Kette") genannte Aktion wurden von den Behörden in Rumänien und Österreich ausgeführt und von Interpol, der europäischen Polizeibehörde Europol und der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordiniert.

Bremer Gericht spricht Müttern nach anonymer Samenspende Unterhaltsvorschuss zu

Neuen Urteilen zufolge können Mütter für ihre mittels einer anonymen Samenspende gezeugten Kinder Unterhaltsvorschuss bekommen. Das Verwaltungsgericht Bremen gab am Montag vier Klägerinnen Recht. Unterhaltsvorschuss wird normalerweise vom Staat gezahlt, wenn der andere Elternteil seinen Teil zum Unterhalt des Kinds nicht beiträgt.

Häftling in offenem Vollzug verursacht tödlichen Raserunfall: Haftstrafe in Krefeld

Weil er während eines Freigangs aus dem offenen Vollzug einen tödlichen Raserunfall verursacht haben soll, ist ein Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Krefeld sprach den Angeklagten unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Zudem wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen. Bei dem Verkehrsunfall war eine 70-jährige Autofahrerin ums Leben gekommen.

Textgröße ändern: