Deutsche Tageszeitung - Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal

Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal


Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal
Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Auftritt einer Gruppe kleinwüchsiger Unterhaltungskünstler bei der Party zu seinem 18. Geburtstag droht Fußballstar Lamine Yamal ein Ermittlungsverfahren. Aufgrund einer Beschwerde eines Betroffenenverbands habe das spanische Sozialministerium die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, erklärte ein Ministeriumssprecher am Dienstag.

Textgröße ändern:

Der Flügelspieler des FC Barcelona hatte in der Nacht zum Sonntag in Olivella westlich von Barcelona gemeinsam mit zahlreichen Teamkollegen und Prominenten in seinen Geburtstag hineingefeiert. Bei der Feier herrschte ein Film- und Fotografierverbot. Ein im Internet aufgetauchtes Video zeigt jedoch, wie eine Gruppe von Kleinwüchsigen zu der Party eintrifft.

Der Verband ADEE, der Menschen mit Kleinwüchsigkeit vertritt, kritisierte den Vorfall. Der ADEE lehne es ab, dass Kleinwüchsige zu Unterhaltungszwecken angemietet würden, da dies "Vorurteile und Diskriminierung befeuert", erklärte der Verband. Er beklagte einen Verstoß gegen ein Gesetz zum Schutz der Würde von Behinderten.

Einer der betroffenen kleinwüchsigen Unterhaltungskünstler verteidigte den Einsatz dagegen. "Niemand hat uns respektlos behandelt, wir konnten in Frieden arbeiten", sagte er dem Radiosender RAC1 über den Auftritt bei Yamals Party. Er und seine drei Kollegen treten demnach professionell bei Veranstaltungen auf, tanzen, führen Zaubertricks vor und servieren Drinks. Dem Kleinwüchsigenverband warf der Betroffene vor, sich in Angelegenheiten einzumischen, die ihn nichts angingen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Epstein-Skandal: Weiter Rätselraten über Melania Trumps Auftritt

Nach den überraschenden Äußerungen von Melania Trump zum Epstein-Skandal herrscht Rätselraten über ihre Motive. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag (Ortszeit) einer Reporterin des Senders MS NOW, er habe nichts von dem Auftritt seiner Ehefrau im Weißen Haus gewusst. Medien veröffentlichten derweil eine Email aus den Epstein-Akten, die Melania Trump zugeschrieben wird.

Pentagon und Vatikan weisen Bericht über "bittere Standpauke" für Papst-Gesandten zurück

Das Pentagon und der Vatikan haben einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach der Gesandte des Heiligen Stuhls wegen kritischer Äußerungen von Papst Leo XIV. über die Anwendung militärischer Gewalt zu einer "bitteren Standpauke" einbestellt worden sei. Der Bericht des US-Nachrichtenportals The Free Press sei "stark übertrieben und verzerrt", erklärte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Das Treffen im Januar sei vielmehr "respektvoll und vernünftig" gewesen. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni teilte in einer Erklärung mit, der Bericht "entspreche in keiner Weise der Wahrheit."

"Schwere Zuhälterei": Schwede soll 120 Männern Sex mit seiner Frau verkauft haben

Der Fall sorgt in Schweden für Entsetzen: In der Stadt Härnösand muss sich seit Freitag ein Mann vor Gericht verantworten, der seine Partnerin über vier Jahre lang dazu genötigt haben soll, gegen Geld Sex mit etwa 120 Männern zu haben. Die Anklage wirft dem 62-jährigen Schweden schwere Zuhälterei, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Er soll demnach seine Frau bedroht und von Drogen und Alkohol abhängig gemacht haben. Der Fall wurde in Schweden mit dem der Französin Gisèle Pelicot verglichen, deren Mann sie betäubt und fremden Männern zur Vergewaltigung angeboten hatte.

In Frankreich nimmt Prostitution Minderjähriger deutlich zu

In Frankreich hat die Zahl der minderjährigen Prostituierten innerhalb von vier Jahren um gut 40 Prozent zugenommen. Im vergangenen Jahr erfassten die Behörden 704 Minderjährige, die sich für Sex verkauften. 94 Prozent von ihnen waren Mädchen. Mehr als die Hälfte von ihnen war zudem Opfer von Zuhälterei, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht einer nationalen Beobachtungsstelle für Gewalt gegen Frauen hervorgeht.

Textgröße ändern: