Deutsche Tageszeitung - Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal

Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal


Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal
Ermittlungen nach Auftritt kleinwüchsiger Künstler bei Party von Fußballer Yamal / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Auftritt einer Gruppe kleinwüchsiger Unterhaltungskünstler bei der Party zu seinem 18. Geburtstag droht Fußballstar Lamine Yamal ein Ermittlungsverfahren. Aufgrund einer Beschwerde eines Betroffenenverbands habe das spanische Sozialministerium die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, erklärte ein Ministeriumssprecher am Dienstag.

Textgröße ändern:

Der Flügelspieler des FC Barcelona hatte in der Nacht zum Sonntag in Olivella westlich von Barcelona gemeinsam mit zahlreichen Teamkollegen und Prominenten in seinen Geburtstag hineingefeiert. Bei der Feier herrschte ein Film- und Fotografierverbot. Ein im Internet aufgetauchtes Video zeigt jedoch, wie eine Gruppe von Kleinwüchsigen zu der Party eintrifft.

Der Verband ADEE, der Menschen mit Kleinwüchsigkeit vertritt, kritisierte den Vorfall. Der ADEE lehne es ab, dass Kleinwüchsige zu Unterhaltungszwecken angemietet würden, da dies "Vorurteile und Diskriminierung befeuert", erklärte der Verband. Er beklagte einen Verstoß gegen ein Gesetz zum Schutz der Würde von Behinderten.

Einer der betroffenen kleinwüchsigen Unterhaltungskünstler verteidigte den Einsatz dagegen. "Niemand hat uns respektlos behandelt, wir konnten in Frieden arbeiten", sagte er dem Radiosender RAC1 über den Auftritt bei Yamals Party. Er und seine drei Kollegen treten demnach professionell bei Veranstaltungen auf, tanzen, führen Zaubertricks vor und servieren Drinks. Dem Kleinwüchsigenverband warf der Betroffene vor, sich in Angelegenheiten einzumischen, die ihn nichts angingen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Mehr als 2,5 Milliarden Dollar eingefroren

Die Kryptowährungsplattform Binance ist nach eigenen Angaben Ziel eines schweren Hackerangriffs geworden. Wie das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) zudem mitteilte, wurden Gelder im Wert von mehr als 2,5 Milliarden Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro) eingefroren, um einen massiven Diebstahl zu verhindern. Die Kryptobörse erklärte, dass sämtliche Ein- und Auszahlungen "vorübergehend ausgesetzt" worden seien. Nach Einschätzung des Analyseunternehmens Chainalysis könnte es sich um den größten Krypto-Diebstahl jemals handeln.

Französischer Präsidentschaftskandidat Philippe von Untersuchungsrichtern befragt

Der französische Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe hat sich knapp sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich wegen Veruntreuungsverdachts Fragen von Untersuchungsrichtern stellen müssen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus mit dem Fall vertrauten Kreisen. Zwei Untersuchungsrichter stuften Philippe demnach in dem Fall als "unterstützten Zeugen" ein.

Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina

Beim Absturz eines italienischen Armeehubschraubers in Bosnien-Herzegowina sind vier Mitglieder der EU-geführten Mission Eufor Althea ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen wurden nach Krankenhausangaben bei dem Unglück am Donnerstag verletzt. Zur Nationalität der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Doppel-Kandidat in Alaska: Trump könnte Kongresswahl-Ergebnis in Frage stellen

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen schlägt der Bericht über einen kuriosen Namenstrick der US-Demokraten im Bundesstaat Alaska hohe Wellen. Präsident Donald Trump warf den Demokraten am Donnerstag "Wählerbetrug" vor und deutete an, er könne das Abstimmungsergebnis in Alaska nach der Wahl am Dienstag in Frage stellen. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, ordnete eine Untersuchung der Strafverfolgungsbehörde DPS an.

Textgröße ändern: