Deutsche Tageszeitung - Neun Schweineköpfe vor Moscheen im Großraum Paris gefunden

Neun Schweineköpfe vor Moscheen im Großraum Paris gefunden


Neun Schweineköpfe vor Moscheen im Großraum Paris gefunden
Neun Schweineköpfe vor Moscheen im Großraum Paris gefunden / Foto: © AFP/Archiv

Vor mehreren Moscheen in Paris und in Vorstädten der französischen Hauptstadt sind mindestens neun Schweineköpfe gefunden worden. In Paris allein seien drei Schweineköpfe entdeckt worden, einer davon in einem Koffer, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Fund löste zahlreiche empörte Reaktionen aus. Schweine gelten im Islam als unreine Tiere, der Verzehr ihres Fleisches ist untersagt.

Textgröße ändern:

Innenminister Bruno Retailleau bezeichnete die Aktion als "unerträgliche Provokation". "Sich an religiösen Stätten zu vergehen, ist ein Akt unermesslicher Feigheit", erklärte Retailleau im Onlinedienst X.

Die Justiz habe Ermittlungen aufgenommen, erklärte der Polizeipräfekt Laurent Nunez. Es werde alles getan, um die Verantwortlichen zu finden. Er sprach den muslimischen Gemeinden seine Solidarität aus.

Der Rektor der Großen Moschee von Paris, Chems-Eddine Hafiz, sprach von einem "weiteren Kapitel im zunehmenden Hass auf Muslime". Er verurteilte die "islamfeindlichen Akte".

In Frankreich leben zwischen fünf und sechs Millionen Muslime, die damit die größte muslimische Gemeinschaft in einem europäischen Land bilden.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Fährunglück vor Nordzypern: Behörden suchen nach 20 Vermissten

Einen Tag nach dem tödlichen Fährunglück vor der Küste Nordzyperns haben Rettungskräfte am Montag weiter nach 20 Vermissten gesucht. Alle acht Todesopfer waren nach Angaben der Behörden türkische Staatsbürger. Unter den Vermissten seien 18 Türken und zwei Menschen aus Nordzypern. Der Kapitän der Fähre wurde in Untersuchungshaft genommen.

Zahl der Toten nach Sturzflut im Himalaya auf 955 gestiegen - Rund 4500 Vermisste

Fünf Tage nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Insgesamt wurden nach jüngsten Behördenangaben 955 Todesopfer bestätigt, 939 in Nepal und 16 in der autonomen Region Tibet in China. In Nepal werden zudem noch 3925 Menschen vermisst, in China 546. Dem EU-Satellitendienst Copernicus zufolge wurden bei der Naturkatastrophe mindestens 2500 Gebäude zerstört.

Sturzflut im Grand Canyon: Zahl der Toten auf zwei gestiegen

Nach einer Sturzflut im Grand Canyon im Westen der USA hat sich die Zahl der Todesopfer auf mindestens zwei erhöht. "Zwei Leichen wurden geborgen", erklärte die Nationalparkverwaltung (National Park Service, NPS) am Montag im Onlinedienst X. Zur Identität des zweiten Todesopfers machte der NPS keine Angaben. Am Sonntagabend war ein 46-jähriger Mann tot geborgen worden.

Frau fährt in Leipzig mit Auto auf Schulhof: Siebenjährige leicht verletzt

Eine Frau ist in Leipzig mit einem Auto auf einen Schulhof gefahren und hat ein siebenjähriges Mädchen leicht verletzt. Die Polizei ging nach Angaben vom Montag von einem Unfall aus. Die 65-jährige Fahrerin durchstieß demnach mit ihrem Wagen am Montagmittag aus zunächst ungeklärter Ursache das Hoftor einer Grundschule im Leipziger Westen.

Textgröße ändern: