Deutsche Tageszeitung - Ehefrau wollte sich scheiden lassen: Lebenslange Haft für Mord in Hessen

Ehefrau wollte sich scheiden lassen: Lebenslange Haft für Mord in Hessen


Ehefrau wollte sich scheiden lassen: Lebenslange Haft für Mord in Hessen
Ehefrau wollte sich scheiden lassen: Lebenslange Haft für Mord in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht im hessischen Darmstadt hat einen 37-Jährigen wegen Mordes an seiner Ehefrau zu lebenslanger Haft verurteilt. Grund für die Tat war, dass die Frau sich scheiden lassen wollte, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Die Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass der Mann seine Frau im Dezember im Streit in Bensheim erstochen hatte.

Textgröße ändern:

Beide lebten zu diesem Zeitpunkt in Scheidung. Schon zuvor war der Mann gewalttätig gegenüber seiner Frau geworden, mit der er drei gemeinsame Kinder hat. Zudem schrieb er ihr vor, wie sie zu leben habe. Aus diesem Grund wollte sich die Frau scheiden lassen. Da er das nicht akzeptierte, beschloss er, sie zu töten.

Der 37-Jährige griff während eines Streits in ihrer Wohnung in Bensheim ein Messer und stach mehrmals auf sie ein. Die Frau erlag ihren Verletzungen noch am Tatort. Mit dem Urteil entsprach die Kammer der Forderung der Staatsanwaltschaft aus ihrem Plädoyer. Die Verteidigung forderte eine Verurteilung wegen Totschlags, eine konkrete Strafdauer forderte sie nicht.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Raubkopienportal movie2k: Justiz zieht Millionenbetrag von Verurteiltem ein

Im Fall des ehemals führenden deutschen Raubkopienportals movie2k hat die Justiz bei einem Mittäter erstmals Taterlöse von mehr als zweieinhalb Millionen Euro eingezogen. Der 44-jährige Immobilienmakler aus Berlin wurde im April vom Amtsgericht Leipzig wegen Geldwäsche zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Montag mitteilte.

Suche nach Erdbeben-Überlebenden in Venezuela: Vater und Sohn gerettet

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela suchen Rettungsmannschaften in einem Wettlauf mit der Zeit in den Trümmern eingestürzter Gebäude weiter nach Überlebenden. Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, bezifferte die Zahl der Toten am Sonntag auf 1450, tausende Menschen wurden verletzt. Doch es gab auch Lichtblicke: Ein Vater und sein Sohn wurden am Sonntag in Caraballeda lebend aus den Trümmern geborgen.

Elf Tote bei Flugzeugabsturz in Frankreich - Opfer wollten Tandemsprung absolvieren

Sie wollten nur einen Tandem-Fallschirmsprung absolvieren: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Osten Frankreichs sind alle zehn Passagiere sowie der Pilot ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des örtlichen Präfekten am Sonntag in der Nähe von Nancy. Nach Angaben der französischen Flugsicherheitsbehörde BEA handelt sich um eines der folgenschwersten Unglücke mit einem Kleinflugzeug in Frankreich. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Baby aus Krankenhaus in NRW entführt: Polizei nimmt 18-Jährige fest

Nach der zwischenzeitlichen Entführung eines Neugeborenen aus einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei eine 18-jährige Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft Hagen und die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Sonntagabend mitteilten, wurde die Lüdenscheiderin am Nachmittag nach einer Reihe von Hinweisen gefasst. Das sieben Tage alte Baby war am Samstag nach knapp einer Stunde in einem Parkhaus entdeckt und in die Klinik in Lüdenscheid zurückgebracht worden.

Textgröße ändern: