Deutsche Tageszeitung - Hautkrebs bei Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro diagnostiziert

Hautkrebs bei Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro diagnostiziert


Hautkrebs bei Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro diagnostiziert
Hautkrebs bei Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro diagnostiziert / Foto: © AFP

Bei Brasiliens früherem Präsidenten Jair Bolsonaro ist Hautkrebs festgestellt worden. Der 70-Jährige, der vergangene Woche wegen Putschplänen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden war, habe sich am Sonntag Hautveränderungen entfernen lassen, sagte sein Arzt Claudio Birolini am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten. Bei der Biopsie der Proben sei ein "Plattenepithelkarzinom" festgestellt worden. Der Arzt sprach von einer "Art von Hautkrebs, die schwerwiegende Folgen haben kann".

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Bolsonaro, der seit Anfang August unter Hausarrest steht, verließ am Mittwochnachmittag die Privatklinik in der Hauptstadt Brasília, in die er am Vortag wegen gesundheitlicher Beschwerden gebracht worden war und wo er über Nacht unter Beobachtung blieb.

Sein Sohn Flavio hatte am Dienstag im Onlinedienst X von einem "Notfall" berichtet. Demnach hatte sich Bolsonaro zuvor "unwohl gefühlt". Seinem Sohn zufolge litt der 70-Jährige "unter starkem Schluckauf, Erbrechen und niedrigem Blutdruck" und konnte fast zehn Sekunden nicht atmen.

Einem am Mittwoch veröffentlichten Klinik-Bulletin zufolge war der frühere Präsident bei seiner Ankunft am Dienstag "dehydriert" gewesen. Seine Herzschlagfrequenz sei erhöht und sein Blutdruck deutlich abgesenkt gewesen. Bei den Untersuchungen seien eine "anhaltende Blutarmut und eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion" festgestellt worden, hieß es in dem Bulletin weiter.

Bolsonaro leidet unter den gesundheitlichen Folgen eines Messer-Attentats gegen ihn im Wahlkampf vor der für ihn siegreichen Präsidentschaftswahl 2018. Der rechtsradikale Politiker war in der vergangenen Woche wegen Putschplänen zu einer Haftstrafe von 27 Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Oberste Gericht befand ihn für schuldig, eine "kriminelle Organisation" angeführt zu haben, die seine Wahlniederlage von 2022 gegen den heutigen linksgerichteten Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva habe kippen wollen.

Bolsonaro, der von 2019 bis 2022 Staatschef des südamerikanischen Landes war, weist alle Vorwürfe zurück und bezeichnet sich als Opfer politischer Verfolgung. Die Anwälte des Ex-Präsidenten kündigten Berufung gegen das Urteil an. Wegen Fluchtgefahr steht er seit Anfang August unter Hausarrest.

(A.Stefanowych--DTZ)

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