Deutsche Tageszeitung - Reifen von mehr als 260 Autos zerstochen: Sonderkommission ermittelt in Bremen

Reifen von mehr als 260 Autos zerstochen: Sonderkommission ermittelt in Bremen


Reifen von mehr als 260 Autos zerstochen: Sonderkommission ermittelt in Bremen
Reifen von mehr als 260 Autos zerstochen: Sonderkommission ermittelt in Bremen / Foto: © AFP/Archiv

Unbekannte haben in Bremen mehrere Nächte in Folge an mehr als 260 Autos die Reifen zerstochen. Die Polizei in der Hansestadt richtete nach Angaben vom Donnerstag eine Sonderkommission ein, welche die Ermittlungen bündeln soll. Auch der Staatsschutz sei eingebunden, hieß es. Die Tatserie hatte in der Nacht zum Dienstag begonnen. Laut Polizei wurden dabei zahlreiche Automarken und -typen beschädigt.

Textgröße ändern:

"Ein gezieltes Vorgehen gegen bestimmte Fahrzeugarten ist bislang nicht erkennbar", betonten die Beamten. In der Nacht zum Donnerstag wurden demnach im Bremer Stadtteil Osterholz weitere rund 60 geparkte Autos beschädigt. In den vorangegangenen Nächten hatte es bereits jeweils dutzende abgestellte Fahrzeuge in den Stadtteilen Neustadt, Oberneuland und Horn-Lehe getroffen.

Die Sonderkommission ermittle "unter Hochdruck" und werte unter anderem Videoaufnahmen von Verdächtigen aus, erklärten die Beamten. Die Polizei verstärke "massiv die Präsenz in den Nächten" und setze "gezielt Streifen" ein. Zeugen würden um Hinweise gebeten, für Video- oder Fotoaufnahmen von verdächtigen Beobachtungen sei ein Portal geschaltet.

In der Nacht zum Donnerstag hatten Zeugen im Bereich der Tatorte demnach auch zwei zu Fuß flüchtende Männer beobachtet. Ein möglicher Zusammenhang zu den neuen Sachbeschädigungen werde ermittelt, hieß es. Weitere Angaben dazu oder zu möglichen Hintergründen der Tatserie machte die Polizei zunächst aber nicht.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Xinhua: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei dem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf örtliche Behörden berichtete, wurden weitere 32 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein. Die Rettungsarbeiten dauerten demnach an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

"Rückkehr zur Ruhe": Demonstrationsverbote und weitere Einschränkungen in Frankreich

Mit Demonstrationsverboten und der Einschränkung geplanter Proteste am Samstag will Frankreich Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende verhindern. Oberstes Ziel sei eine "Rückkehr zur Ruhe", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Er kündigte neue Ausgangssperren an; zudem dürften nur von Gewerkschaften organisierte Kundgebungen stattfinden, sagte er. Die Gelbwesten-Bewegung, die zu den Organisatoren der Proteste zählt, kündigte ihren Widerstand an. In Paris bleiben der Louvre und andere Museen am Samstag geschlossen.

Vom IS im Niger entführte Schweizerin und Österreicherin zurück in der Heimat

2025 wurden sie im Niger von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) entführt - nun sind die Schweizerin Claudia Abt und die Österreicherin Eva Gretzmacher freigelassen worden und in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Die 69-jährige Schweizerin landete am Donnerstag am Flughafen Belp nahe Bern, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Das österreichische Außenministerium bestätigte die Landung der 76-jährigen Gretzmacher in Wien.

Justizminister: 217 Menschen nach Protesten am Wochenende in Frankreich inhaftiert

Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich sind nach Regierungsangaben 217 Menschen inhaftiert worden. "Es handelt sich im Allgemeinen um Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die zum größten Teil den Justizbehörden nicht bekannt sind", sagte der französische Justizminister Gérald Darmanin am Donnerstag vor der Justizvollzugsanstalt in Fleury-Mérogis im Département Essonne.

Textgröße ändern: