Deutsche Tageszeitung - Nach tödlichem Autorennen in Ludwigsburg: Anklage wegen Mordes erhoben

Nach tödlichem Autorennen in Ludwigsburg: Anklage wegen Mordes erhoben


Nach tödlichem Autorennen in Ludwigsburg: Anklage wegen Mordes erhoben
Nach tödlichem Autorennen in Ludwigsburg: Anklage wegen Mordes erhoben / Foto: © AFP/Archiv

Ein halbes Jahr nach einem tödlichen Autorennen in Ludwigsburg in Baden-Württemberg hat die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben. Angeklagt sind zwei Brüder im Alter von 32 und 35 Jahren sowie ihr 25 Jahre alter Cousin, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die Männer sollen am 20. März durch die Ludwigsburger Innenstadt gerast sein. Dabei kamen zwei unbeteiligte Frauen ums Leben.

Textgröße ändern:

Laut Anklage rasten die Männer mit türkischer Staatsangehörigkeit zunächst mit drei hochmotorisierten Autos durch die Innenstadt. Etwas später seien die beiden Brüder mit zwei Autos gefahren, wobei der Cousin als Beifahrer mitfuhr und die Fahrt teils filmte.

Die beiden Brüder sollen sich demnach in einer Tempo-50-Zone in der Innenstadt über mehrere Minuten ein Rennen geliefert haben. Dabei hätten sie teils auf 150 Stundenkilometer beschleunigt. Der 32-Jährige sei dann mit seinem Auto in einen Kleinwagen gerast.

Durch den Aufprall überschlug sich der Kleinwagen und prallte gegen einen Baum. Die beiden 22 und 23 Jahre alten Frauen in dem Auto starben noch am Unfallort. Der 32-Jährige wurde leicht verletzt festgenommen. Seine beiden Verwandten entfernten sich zunächst vom Unfallort.

Die Anklage wirft dem 32-Jährigen unter anderem Mord in zwei Fällen vor. Dem 35-Jährigen werden unter anderem versuchter Mord, verbotenes Autorennen mit Todesfolge und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort zur Last gelegt. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.

Der 25-Jährige wurde wegen seiner Beteiligung an dem ersten Rennen sowie der Beihilfe zu dem zweiten Rennen in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung angeklagt. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Stuttgart.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

"Rufschädigung": Stiftung verklagt britischen Prinzen Harry

Die einst von Prinz Harry mitgegründete Stiftung Sentebale für HIV-Infizierte in Afrika verklagt den jüngeren Sohn des britischen Königs wegen "Rufschädigung". Die Organisation Sentebale erklärte am Freitag, sie fordere unter anderem eine Entschädigung, nachdem eine "koordinierte Medienkampagne" im März 2025 "ihre Tätigkeit behindert und ihren Ruf geschädigt" habe. Als "Architekten" der Kampagne werden Prinz Harry und der britische Politikberater Mark Dyer genannt, der früher Treuhänder von Sentebale war.

Macron und Leo XIV. rufen zu Frieden in der Welt auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Papst Leo XIV. haben vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs zu Frieden in der Welt aufgerufen. "Angesichts der Brüche in der Welt ist der Einsatz für Frieden Pflicht und Anspruch", erklärte Macron am Freitag nach seiner ersten Privataudienz bei dem aus den USA stammenden Leo XIV. Der Papst verurteilte die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im Nahen Osten.

Epstein-Skandal: Weiter Rätselraten über Melania Trumps Auftritt

Nach den überraschenden Äußerungen von Melania Trump zum Epstein-Skandal herrscht Rätselraten über ihre Motive. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag (Ortszeit) einer Reporterin des Senders MS NOW, er habe nichts von dem Auftritt seiner Ehefrau im Weißen Haus gewusst. Medien veröffentlichten derweil eine Email aus den Epstein-Akten, die Melania Trump zugeschrieben wird.

Pentagon und Vatikan weisen Bericht über "bittere Standpauke" für Papst-Gesandten zurück

Das Pentagon und der Vatikan haben einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach der Gesandte des Heiligen Stuhls wegen kritischer Äußerungen von Papst Leo XIV. über die Anwendung militärischer Gewalt zu einer "bitteren Standpauke" einbestellt worden sei. Der Bericht des US-Nachrichtenportals The Free Press sei "stark übertrieben und verzerrt", erklärte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Das Treffen im Januar sei vielmehr "respektvoll und vernünftig" gewesen. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni teilte in einer Erklärung mit, der Bericht "entspreche in keiner Weise der Wahrheit."

Textgröße ändern: