Deutsche Tageszeitung - Großrazzia gegen Bande wegen Betrugs mit angeblichen sexuellen Leistungen

Großrazzia gegen Bande wegen Betrugs mit angeblichen sexuellen Leistungen


Großrazzia gegen Bande wegen Betrugs mit angeblichen sexuellen Leistungen
Großrazzia gegen Bande wegen Betrugs mit angeblichen sexuellen Leistungen / Foto: © AFP/Archiv

Bei einer Großrazzia hat die Polizei am Mittwoch die Wohnungen von Mitgliedern einer 70-köpfigen Bande durchsucht, die zahlreiche Männer mit angeblichen sexuellen Leistungen betrogen haben soll. Die verdächtigen Männer und Frauen, die größtenteils aus dem Raum Flensburg in Schleswig-Holstein stammen, sollen Männern auf verschiedenen Internetplattformen sexuelle Leistungen in Aussicht gestellt haben, die aber nie erbracht wurden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Flensburg gemeinsam mitteilten.

Textgröße ändern:

In einigen Fällen sollen die Männer durch Androhung von Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken zu Zahlungen erpresst worden sein. Zudem wurde den Geschädigten teils mit strafrechtlicher Verfolgung gedroht, sollte kein Geld fließen. Die bislang bekannte Schadenssumme bewegt sich den Ermittlern zufolge im sechsstelligen Bereich. Es werde aber von einem hohen Dunkelfeld ausgegangen, weil die Taten aus Schamgefühl oft nicht angezeigt würden, hieß es von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Neben Flensburg fanden die Durchsuchungen auch an anderen Orten in Schleswig-Holstein sowie in Baden-Württemberg, Bremerhaven, Hamburg und im Saarland statt. Rund 600 Einsatzkräfte waren an der Razzia beteiligt. Der Aktion vorausgegangen waren den Angaben zufolge monatelange komplexe Ermittlungen.

Es besteht der Verdacht des bandenmäßigen Betrugs, der Erpressung und der Geldwäsche. Bei den Durchsuchungen wurden neben Bargeld auch Goldbarren, Luxusuhren, Unterlagen sowie Datenträger beschlagnahmt. Die Beweismittel sollen unter anderem dazu dienen, die Rolle der einzelnen Bandenmitglieder zu klären.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Zwei Franzosen laufen in eineinhalb Jahren zu Fuß nach Shanghai

Zwei Franzosen sind in fast eineinhalb Jahren zu Fuß von ihrem Heimatland nach Shanghai gelaufen. Der 26-jährige Loïc Voisot und der 27-jährige Benjamin Humblot, die im September 2024 in ihrer Heimatstadt Annecy im Südosten Frankreichs aufgebrochen waren, erreichten am Samstag das Stadtzentrum der chinesischen Wirtschaftsmetropole.

Epstein-Kontakte: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen französischen Ex-Minister Lang

Die für Finanzvergehen zuständige Generalstaatsanwaltschaft hat nach Bekanntwerden der häufigen Kontakte des früheren französischen Kulturministers Jack Lang zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Ermittlungen gegen Lang eröffnet. Ihm werde "schwerwiegender Steuerbetrug" zur Last gelegt, hieß es am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden bei dem Anschlag am Freitag mindestens 31 Menschen getötet, mehr als 160 weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Zahl der Todesopfer dürfte noch steigen.

Abgetrennte Hände auf A45: Lebensgefährte von getöteter Frau in Untersuchungshaft

Im Fall der auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen gefundenen abgetrennten Hände einer getöteten 32-Jährigen ist der verdächtige Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen den 41-Jährigen besteht der dringende Verdacht des Totschlags, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn am Freitag mitteilten. Zuvor war der Mann aus Äthiopien ausgeliefert worden.

Textgröße ändern: