Deutsche Tageszeitung - Prozess um Kölner Drogenkrieg gegen sieben Angeklagte: Bis zu elfeinhalb Jahre Haft

Prozess um Kölner Drogenkrieg gegen sieben Angeklagte: Bis zu elfeinhalb Jahre Haft


Prozess um Kölner Drogenkrieg gegen sieben Angeklagte: Bis zu elfeinhalb Jahre Haft
Prozess um Kölner Drogenkrieg gegen sieben Angeklagte: Bis zu elfeinhalb Jahre Haft / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Köln hat in einem weiteren Prozess um einen sogenannten Drogenkrieg teils langjährige Haftstrafen verhängt. Sechs Angeklagte wurden zu Freiheitsstrafen zwischen sechs und elfeinhalb Jahren verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Die Angeklagten wurden unter anderem wegen Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Ein siebter Angeklagter soll wegen Beihilfe zur Geiselnahme für vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis.

Textgröße ändern:

Auslöser des Drogenkriegs soll der Raub von 350 Kilogramm Marihuana gewesen sein. Fünf der Angeklagten sollen laut Anklage einer Kölner Drogenbande angehört haben. Nach dem Raub des Marihuanas sollen sie zusammen mit weiteren Verdächtigen zwei Geiseln entführt haben, um den Bruder der männlichen Geisel zur Rückgabe des Marihuanas oder zur Zahlung eines siebenstelligen Geldbetrags zu bewegen.

Dazu seien die beiden Opfer im Juli 2024 zunächst in ein Bochumer Industriegebiet gelockt und dann entführt worden. Während der Fahrt in einem Transporter wurden sie laut Anklage gefesselt und mit einer Eisenstange misshandelt. Im Keller eines Hauses in Köln-Rodenkirchen sollen die beiden entkleidet und stundenlang geschlagen worden sein. Auch mit dem Tod seien sie bedroht worden.

Den Opfern soll zudem Schmerzensgeld gezahlt werden. Dem Mann sollen die Angeklagten insgesamt 60.000 Euro zahlen, der Frau 40.000 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg begannen bislang sieben Prozesse vor dem Kölner Landgericht. Es wurden bereits mehrere Urteile mit teils mehrjährigen Freiheitsstrafen verhängt. Einen weiteren Prozess könnte es gegen den mutmaßlichen Kopf der Drogenbande geben. Über die Zulassung der Anklage ist noch nicht entschieden.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Verheerende Sturzflut: Mehr als 1300 Menschen in Nepal und Tibet vermisst

Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya wird in Nepal und Tibet nach mehr als 1300 Vermissten gesucht: Die Katastrophe, die nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS wohl durch einen Gletscherabbruch am Mittwoch ausgelöst worden war, zerstörte ganze Ortschaften. Bis Donnerstag wurden auf beiden Seiten der Grenze insgesamt 165 Tote geborgen. Unter den Vermissten sind nach offiziellen Angaben hunderte ausländische Touristen.

Nepals Katastrophenschutzbehörde meldet nach Sturzflut 823 Vermisste

Nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und dem Autonomen Gebiet Tibet in China werden in Nepal nach Behördenangaben noch 823 Menschen vermisst. Darunter seien mindestens 579 Touristen aus dem In- und Ausland, teilte die Katastrophenschutzbehörde am Donnerstag mit. Bisher wurden auf beiden Seiten der Grenze insgesamt 165 Tote geborgen. In Tibet werden nach chinesischen Angaben bisher noch 558 Menschen vermisst.

US-Erdbebenwarte: Verheerende Sturzflut in Nepal durch Gletscherabbruch ausgelöst

Die verheerende Sturzflut in Nepal ist nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS von einem Gletscherabbruch ausgelöst worden. Die USGS, die zunächst ein Erdbeben als Ursache für das Unglück vermutet hatte, erklärte am Donnerstag, die gemessene seismische Aktivität sei auf die abgehende Eis- und Gerölllawine zurückzuführen gewesen.

Verheerende Sturzflut: Mindestens 160 Tote und hunderte Vermisste in Nepal und Tibet

Verheerende Sturzflut in Nepal: Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen sind in dem Himalaya-Staat am Mittwoch mindestens 157 Menschen ums Leben gekommen. Zusammen mit von den chinesischen Behörden gemeldeten drei Toten im an Nepal angrenzenden Tibet starben mindestens 160 Menschen infolge der Katastrophe. Mehrere hundert Menschen wurden noch vermisst, darunter zahlreiche Ausländer.

Textgröße ändern: