Deutsche Tageszeitung - Bewährungsstrafe für Vermögensberater wegen hochspekulativer Investitionen

Bewährungsstrafe für Vermögensberater wegen hochspekulativer Investitionen


Bewährungsstrafe für Vermögensberater wegen hochspekulativer Investitionen
Bewährungsstrafe für Vermögensberater wegen hochspekulativer Investitionen / Foto: © AFP/Archiv

Weil er Anleger mit hochspekulativen Geschäften um hohe Geldsummen gebracht hat, ist ein Mann aus Saerbeck in Nordrhein-Westfalen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Münster sprach den 53-Jährigen des Betrugs in 18 Fällen schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Laut Staatsanwaltschaft war der Mann als Vermögensverwalter angestellt und hatte bei privaten Anlagen selbst Verluste erlitten. Um diese auszugleichen, investierte er die ihm überlassenen Gelder entgegen der Anweisungen der Anleger in hochspekulative und risikoreiche Anlagen.

Als dies scheiterte, musste der Mann 2021 einen Totalverlust der ihm überlassenen Gelder feststellen und offenbarte sich den Anlegern. Die Anklage war von 39 Betrugsfällen und einem Schaden von mehr als zwei Millionen Euro ausgegangen.

Mit dem Urteil ging das Gericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus, die eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten gefordert hatte. Die Verteidigung hatte kein konkretes Strafmaß gefordert. Wegen der überlangen Verfahrensdauer gelten zwei Monate der verhängten Bewährungsstrafe als bereits vollstreckt. Das Urteil fiel am Freitag.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Schuldspruch gegen Harvey Weinstein in Kalifornien bestätigt - Strafmaß aufgehoben

Ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Kalifornien hat den Schuldspruch gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung bestätigt, zugleich aber die 16-jährige Haftstrafe aufgehoben. Das kalifornische Berufungsgericht ordnete am Freitag (Ortszeit) an, das Strafmaß neu festzusetzen.

Eurojackpot geknackt: 87 Millionen Euro gehen nach Nordrhein-Westfalen

Ein Glückspilz aus Nordrhein-Westfalen hat den Eurojackpot geknackt und mehr als 87 Millionen Euro gewonnen. Wie die Westdeutsche Lotterie am Freitag mitteilte, stammt die Gewinnerin oder der Gewinner aus dem Sauerland-Raum und kann sich über 87.264.546,90 Euro freuen. Demnach hatte er oder sie in der Gewinnklasse eins die richtigen Gewinnzahlen 17, 25, 35, 39 und 41 und die Eurozahlen fünf und neun.

UNO: Über 50.000 Vermisste nach Erdbeben in Venezuela - Helfer aus dem Ausland gelandet

Mindestens 920 Tote und mehr als 50.000 Vermisste: Nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela sei "die Suche in den Trümmern" der eingestürzten Häuser eine "kolossale Aufgabe", sagte der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Mit schwerem Gerät sowie mit bloßen Händen suchten Helfer in einem Rennen gegen die Zeit nach Überlebenden. Erste Helfer aus dem Ausland trafen in dem südamerikanischen Land ein.

Zwei Menschen in Bremen getötet: Polizei fahndet nach Verdächtigem

In Bremen sind am Freitag zwei Menschen getötet worden. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter laufe "auf Hochtouren", teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Zuvor hatten Einsatzkräfte auf offener Straße einen schwer verletzten Mann gefunden, der später starb, sowie eine tote Frau in einem nahegelegenen Haus. Es gab zunächst keine Hinweise auf eine Gefahr für Unbeteiligte.

Textgröße ändern: