Deutsche Tageszeitung - Betrug mit EU-Agrarsubventionen: Dutzende Festnahmen in Griechenland

Betrug mit EU-Agrarsubventionen: Dutzende Festnahmen in Griechenland


Betrug mit EU-Agrarsubventionen: Dutzende Festnahmen in Griechenland
Betrug mit EU-Agrarsubventionen: Dutzende Festnahmen in Griechenland / Foto: © AFP

In einem Großeinsatz hat die griechische Polizei dutzende Verdächtige wegen mutmaßlichen Betrugs mit EU-Agrarsubventionen festgenommen. Die Behörden sprachen am Mittwoch von mindestens 37 Festnahmen. Der Einsatz in der Umgebung von Athen, in Thessaloniki, auf Kreta und in weiteren Gegenden sei noch im Gange.

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Anfang vergangener Woche hatte die Antibetrugsbehörde der EU (Olaf) die griechische Behörde Opekepe durchsucht, die für die Auszahlung der EU-Hilfen an Landwirte verantwortlich ist. Ermittlungen der EU-Staatsanwaltschaft zufolge gibt es zahlreiche Betrugsfälle. So seien Viehweiden in archäologischen Stätten ausgewiesen worden, Olivenhaine auf einem Militärflughafen oder Bananenplantagen auf dem Berg Olympus. Die EU-Gelder für griechische Landwirte belaufen sich auf jährlich über drei Milliarden Euro.

Bei einem Besuch in Griechenland Anfang Oktober sprach die Chefanklägerin der Europäischen Staatsanwaltschaft, Laura Kövesi, von "Kriminellen", die "jahrelang mit Hilfe von Beamten und hohen Verantwortlichen europäische Gelder veruntreut haben". Die Opekepe stehe für "Korruption, Vetternwirtschaft und Klientelismus".

Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis steht wegen des Skandals stark unter Druck, denn den Ermittlungen zufolge konzentrieren sich die Betrugsfälle auf Kreta - und Mitsotakis' Familie gilt als höchst einflussreich auf der Insel. Er versicherte, dass die Angelegeheit aufgeklärt, die "Diebe" ins Gefängnis gebracht und die Gelder zurückgefordert würden.

(U.Beriyev--DTZ)

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