Deutsche Tageszeitung - Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland

Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland


Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland
Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

In der von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner angestoßenen Debatte über Prostitution in Deutschland bekommt die Politikerin Rückendeckung von Gesundheitsministerin Nina Warken (beide CDU). "Deutschland braucht wie andere Länder auch ein strafbewehrtes Sexkaufverbot für Freier", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Prostituierte sollen straffrei bleiben und umfassende Ausstiegshilfen erhalten."

Textgröße ändern:

Klöckner hatte am Dienstag bei einer Laudatio die aktuelle Gesetzgebung in Deutschland kritisiert. Deutschland sei der "Puff Europas", sagte sie. Das seit 2017 geltende Prostituiertenschutzgesetz sieht eine Anmeldepflicht für Prostituierte sowie eine Erlaubnispflicht für Gewerbe, also etwa Bordelle, vor.

Klöckner plädierte für das sogenannte nordische Modell. Dieses stellt den Sexkauf unter Strafe, entkriminalisiert aber die Prostituierten selbst und sieht Sexualaufklärung und Ausstiegshilfen vor.

"Deutschland darf nicht länger das Bordell Europas sein", sagte dazu nun auch Warken der Zeitung. Die Frauen Union sprach sich dabei ebenfalls dafür aus, dem sogenannten nordischen Modell zu folgen. Es gilt zum Beispiel in Schweden, Frankreich und Norwegen.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden bei dem Anschlag am Freitag mindestens 31 Menschen getötet, mehr als 160 weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Zahl der Todesopfer dürfte noch steigen.

Abgetrennte Hände auf A45: Lebensgefährte von getöteter Frau in Untersuchungshaft

Im Fall der auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen gefundenen abgetrennten Hände einer getöteten 32-Jährigen ist der verdächtige Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen den 41-Jährigen besteht der dringende Verdacht des Totschlags, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn am Freitag mitteilten. Zuvor war der Mann aus Äthiopien ausgeliefert worden.

Wegen Staatsakts für verstorbene Rita Süssmuth: Karlsruhe verschiebt Verhandlung

Wegen des für den 24. Februar geplanten Staatsakts für die verstorbene Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) verschiebt das Bundesverfassungsgericht seine Verhandlung über den Weg zum umstrittenen Heizungsgesetz. Diese findet stattdessen am 26. Februar statt, wie das Gericht am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Es geht nicht um den Inhalt des Gesetzes, sondern um die Frage, ob die Abgeordneten im Gesetzgebungsverfahren genug Zeit zur Beratung hatten. (Az. 2 BvE 4/23)

Mindestens 31 Tote und über 100 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag an einer schiitischen Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind am Freitag dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen gab es mindestens 31 Todesopfer - die Zahl der Toten werde vermutlich weiter steigen. Mehr als 130 weitere Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten.

Textgröße ändern: