Deutsche Tageszeitung - Fünf Tote durch Taifun "Kalmaegi" in Vietnam - 188 Tote auf den Philippinen

Fünf Tote durch Taifun "Kalmaegi" in Vietnam - 188 Tote auf den Philippinen


Fünf Tote durch Taifun "Kalmaegi" in Vietnam - 188 Tote auf den Philippinen
Fünf Tote durch Taifun "Kalmaegi" in Vietnam - 188 Tote auf den Philippinen / Foto: © AFP

Nach verheerenden Zerstörungen auf den Philippinen hat der Taifun "Kalmaegi" in Vietnam nach Behördenangaben fünf Todesopfer gefordert. Der Tropensturm sei in der zentralen Provinz Gia Lai mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 149 Stundenkilometern auf Land getroffen und habe dort und in der Nachbarprovinz Dak Lak 57 Häuser zum Einsturz gebracht, erklärte das vietnamesische Umweltministerium am Freitag. Bei fast 3000 Häusern sei das Dach abgetragen worden.

Textgröße ändern:

Die vietnamesischen Behörden erfassten in den frühen Morgenstunden noch den Schaden. Elf Boote oder Schiffe wurden dem Umweltministerium zufolge von "Kalmaegi" versenkt. In Quy Nhon in der Provinz Gia Lai beobachteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP Rettungskräfte, die gemeinsam mit Anwohnern entwurzelte Bäume und Schutt von beschädigten Gebäuden wegräumten.

Dem staatlichen Energiekonzern zufolge hatte "Kalmaegi" zwischenzeitlich zu Stromausfällen bei 1,6 Millionen Kunden geführt. Mittlerweile sei die Stromversorgung bei einem Drittel von ihnen wieder hergestellt worden. Vietnam war bereits in den vergangenen Tagen von Rekordregenfällen und Überschwemmungen mit 47 Toten heimgesucht worden.

Auf den Philippinen stieg die Zahl der Todesopfer durch "Kalmaegi" unterdessen auf 188 an. Den örtlichen Behörden zufolge wurden nach wie vor 135 Menschen vermisst. Der Taifun "Kalmaegi" war am Montag auf die Philippinen getroffen und hatte mit Windgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern die zentralen Inseln Cebu und Negros verwüstet, bevor er wieder aufs Meer hinauszog.

"Kalmaegi" wird als nächstes in Thailand erwartet, wo die Behörden am Freitag eine Warnung vor heftigen Regenfällen und Überschwemmungen aussprachen. Der Taifun wird demnach zunächst im Nordosten des Landes wüten und von dort über das gesamte Land ziehen.

In Vietnam wie auf den Philippinen sind Starkregen und Unwetter in der Regenzeit zwischen Juni und November üblich. Durch den menschengemachten Klimawandel werden extreme Wetterereignisse nach Angaben von Experten aber häufiger und heftiger. Tropische Wirbelstürme bilden sich immer näher an den Küsten, nehmen schneller an Stärke zu und bleiben länger über Land.

Vietnam wurde bisher jedes Jahr von durchschnittlich zehn Taifunen und anderen Tropenstürmen getroffen - "Kalmaegi" ist schon der 13. in diesem Jahr. Die Philippinen bereiten sich sogar schon auf den nächsten Taifun vor: Der Tropensturm "Fung-wong", der am Donnerstag noch mehr als 1500 Kilometer von der Küste entfernt war und auf die philippinische Hauptinsel Luzon zusteuert, könnte am Montag als Supertaifun auf die Küste treffen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Nach Kunstskandal: BGH prüft Herausgabe von gefälschtem Bild an Fälscher

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Freitag (09.00 Uhr) über einen der großen Kunstskandale der vergangenen Jahre. Der Fälscher selbst will ein Bild zurück, das er einst als angebliches Original verkaufte. Ein Auktionshaus versteigerte es 2006 für fast 2,9 Millionen Euro als "Rotes Bild mit Pferden" des Malers Heinrich Campendonk von 1914. (Az. V ZR 242/24)

USA wollen Hinrichtung von Attentäter durch Erschießungskommando live übertragen

Die USA wollen die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Amokläufers Nidal Hasan live übertragen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Videointerview, Hasan bekomme "ein Erschießungskommando mit Soldaten (...), und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist". Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte auf Anfrage, die Hinrichtung am 3. Dezember solle "live übertragen" werden.

Bayern: Mann bei behördlicher Waffenkontrolle in Wohnhaus erschossen

Bei einer behördlichen Waffenkontrolle hat ein Mann am Donnerstag in einem Wohnhaus im bayerischen Berngau in der Oberpfalz einen Mensch erschossen. Das männliche Opfer sei vor dem Haus geborgen worden, in dem sich der Verdächtige weiter verschanze, teilte die Polizei in Regensburg mit. Ein weiterer Mensch wurde nach früheren Polizeiangaben schwer verletzt.

Bayern: Zwei Schwerverletzte durch Schüsse in Oberpfalz - Täter lokalisiert

Im bayerischen Berngau in der Oberpfalz sind am Donnerstag zwei Menschen durch Schüsse schwer verletzt worden. Nach einer dreistündigen unklaren Lage konnte der mutmaßliche Täter in einem Wohnhaus lokalisiert werden, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Das Wohnhaus wurde demnach von Polizisten umstellt.

Textgröße ändern: