Deutsche Tageszeitung - Vier Millionen Schaden: Urteile gegen Brandstifter aus Hessen rechtskräftig

Vier Millionen Schaden: Urteile gegen Brandstifter aus Hessen rechtskräftig


Vier Millionen Schaden: Urteile gegen Brandstifter aus Hessen rechtskräftig
Vier Millionen Schaden: Urteile gegen Brandstifter aus Hessen rechtskräftig / Foto: © AFP/Archiv

Rund ein Jahr nach Prozessende sind die Urteile gegen drei Brandstifter aus Südhessen rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revisionen als unbegründet, wie das Gericht am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht Darmstadt hatte zwei Männer im November 2024 wegen Brandstiftung in 25 Fällen und Sachbeschädigungen in 20 Fällen zu acht Jahren beziehungsweise neun Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Textgröße ändern:

Der dritte Angeklagte erhielt eine Strafe von sechseinhalb Jahren. Ein vierter Angeklagter wurde zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Sein Urteil ist bereits rechtskräftig.

Laut Urteil hatten die Männer in wechselnder Beteiligung zwischen Dezember 2022 und Mai 2023 an verschiedenen Orten in Südhessen Brände gelegt. Zunächst handelte es sich um Hecken, Müllcontainer, Holz und Strohballen.

Später steckten sie Gebäude und Gebäudeteile in Brand. Dazu zählten eine Hühnerfarm, eine Papierfabrik und eine Flüchtlingsunterkunft, die zum Tatzeitpunkt noch gebaut wurde. Es entstand ein Schaden von rund vier Millionen Euro.

Drei der Angeklagten legten Revision ein. Lediglich in einem Fall der Brandstiftung war die Revision erfolgreich. Da aber zahlreiche mehrjährige Einzelfreiheitsstrafen bestehen bleiben, änderte das an den Gesamtfreiheitsstrafen nichts.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Nach Kunstskandal: BGH prüft Herausgabe von gefälschtem Bild an Fälscher

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Freitag (09.00 Uhr) über einen der großen Kunstskandale der vergangenen Jahre. Der Fälscher selbst will ein Bild zurück, das er einst als angebliches Original verkaufte. Ein Auktionshaus versteigerte es 2006 für fast 2,9 Millionen Euro als "Rotes Bild mit Pferden" des Malers Heinrich Campendonk von 1914. (Az. V ZR 242/24)

USA wollen Hinrichtung von Attentäter durch Erschießungskommando live übertragen

Die USA wollen die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Amokläufers Nidal Hasan live übertragen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Videointerview, Hasan bekomme "ein Erschießungskommando mit Soldaten (...), und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist". Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte auf Anfrage, die Hinrichtung am 3. Dezember solle "live übertragen" werden.

Bayern: Mann bei behördlicher Waffenkontrolle in Wohnhaus erschossen

Bei einer behördlichen Waffenkontrolle hat ein Mann am Donnerstag in einem Wohnhaus im bayerischen Berngau in der Oberpfalz einen Mensch erschossen. Das männliche Opfer sei vor dem Haus geborgen worden, in dem sich der Verdächtige weiter verschanze, teilte die Polizei in Regensburg mit. Ein weiterer Mensch wurde nach früheren Polizeiangaben schwer verletzt.

Bayern: Zwei Schwerverletzte durch Schüsse in Oberpfalz - Täter lokalisiert

Im bayerischen Berngau in der Oberpfalz sind am Donnerstag zwei Menschen durch Schüsse schwer verletzt worden. Nach einer dreistündigen unklaren Lage konnte der mutmaßliche Täter in einem Wohnhaus lokalisiert werden, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Das Wohnhaus wurde demnach von Polizisten umstellt.

Textgröße ändern: