Deutsche Tageszeitung - Weitere Anklage in Zusammenhang mit Drogenhandel in großem Stil in Hessen

Weitere Anklage in Zusammenhang mit Drogenhandel in großem Stil in Hessen


Weitere Anklage in Zusammenhang mit Drogenhandel in großem Stil in Hessen
Weitere Anklage in Zusammenhang mit Drogenhandel in großem Stil in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als zwei Jahre nach einem ersten Schlag gegen eine internationale Drogenhändlerbande hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen einen weiteren mutmaßlichen Beteiligten erhoben. Dem 51-Jährigen wird unter anderem banden- und gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Anklage steht im Zusammenhang mit einer Bande, die ab 2020 im Rhein-Main-Gebiet mit Kokain und Cannabis im dreistelligen Kilogrammbereich handelte. Der 51-Jährige soll als Finanzdienstleister für die Gruppe gearbeitet haben.

Laut Anklage erhielt er im September und Oktober 2024 über einen Messengerdienst Aufträge für den Erhalt und die Auszahlung von Bargeld. In an ihn geschickten Paketen befanden sich demnach bis zu 500.000 Euro. Nahezu täglich soll er sich mit Kurieren getroffen haben.

Im Tatzeitraum soll der 51-Jährige Bargeld in Höhe von über vier Millionen Euro entgegengenommen und Bargeld in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro weitergeleitet haben. Laut Anklage wusste er, dass das Geld aus Drogengeschäften stammte.

Seit Oktober 2024 sitzt er in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung eines Hauptverfahrens muss das Landgericht Frankfurt entscheiden.

In dem Komplex gab es schon zahlreiche Verhaftungen , teils auch schon Prozesse und Urteile. Insgesamt 33 Menschen werden beschuldigt, Mitglieder oder Geschäftspartner der Gruppe gewesen zu sein. 17 davon wurden im In- und Ausland festgenommen.

Acht Mitglieder und zwei Geschäftspartner wurden bereits zu Haftstrafen von bis zu elfeinhalb Jahren verurteilt. In sieben Fällen sind die Verurteilungen bereits rechtskräftig. Weitere sieben Beschuldigte befinden sich im Ausland in Haft und wurden dort zum Teil bereits rechtskräftig verurteilt.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Totes Baby in Baden-Württemberg: Mutter soll Straftat vorgetäuscht haben

Unerwartete Wende im Fall des toten Babys aus dem baden-württembergischen Renningen: Nun wird gegen die Mutter ermittelt. Die 32-Jährige steht unter Verdacht, das tote Kind selbst an einem Bach am Ortsrand abgelegt zu haben, wie die Stuttgarter Staatsanwaltschaft und die Polizei Ludwigsburg am Mittwoch mitteilten. Unklar ist demnach aber weiterhin, wie der drei Monate alte Junge starb.

Obdachlosen in Berlin totgetreten: Lebenslange Haft wegen Mordes in zweitem Prozess

In einem zweiten Prozess um die Tötung eines Obdachlosen durch gezielte Tritte hat das Landgericht Berlin einen 43-Jährigen am Mittwoch zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte wurde entsprechend des Antrages der Staatsanwaltschaft wegen Mordes verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Verteidigung hatte eine Freiheitsstrafe von acht Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach Mordurteil: Bayerischer Cold Case von 1978 wird von anderem Gericht aufgerollt

Ein fast 50 Jahre alter Cold Case in Bayern muss ein knappes Jahr nach einem Mordurteil neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ordnete nach Angaben vom Mittwoch an, dass ein anderes Gericht neu über den Fall verhandeln muss. Es geht um den Tod einer 18 Jahre alten Frau in Unterfranken im Jahr 1978. (Az. 1 StR 594/25)

Ermittlungen gegen Mutter nach Fund von totem Baby in Baden-Württemberg

Fünf Tage nach dem Fund eines toten Säuglings im baden-württembergische Renningen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft nun gegen die Mutter. Die 32-Jährige soll das tote Kind mutmaßlich selbst am Ortsrand abgelegt haben, wie die Ermittler in Stuttgart und Ludwigsburg am Mittwoch mitteilten. Es gebe keine Hinweise auf eine Entführung des Säuglings. Unklar ist demnach aber weiterhin, wie der kleine Junge starb.

Textgröße ändern: