Deutsche Tageszeitung - Tod von Zugbegleiter: Bundesverkehrsminister fordert mehr Schutz für Bahnpersonal

Tod von Zugbegleiter: Bundesverkehrsminister fordert mehr Schutz für Bahnpersonal


Tod von Zugbegleiter: Bundesverkehrsminister fordert mehr Schutz für Bahnpersonal
Tod von Zugbegleiter: Bundesverkehrsminister fordert mehr Schutz für Bahnpersonal / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Tod eines Zugbegleiters nach einem Angriff in einer Regionalbahn in Rheinland-Pfalz hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) verstärkte Schutzmaßnahmen für Bahnpersonal angemahnt. "Wir müssen gemeinsam mehr tun für den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", erklärte Schnieder am Mittwoch laut Mitteilung seines Ministeriums in Berlin. "Züge und Bahnhöfe müssen sicher sein." Alle staatlichen Ebenen seien nun gefragt, der steigenden Gewaltbereitschaft Einhalt zu gebieten.

Textgröße ändern:

"Das ist nicht nur ein schwarzer Tag für die gesamte Eisenbahnfamilie, sondern für uns alle", fügte Schnieder hinzu. Er sei "entsetzt und fassungslos" über den Tod des Zugbegleiters. "Es ist furchtbar, dass ein Kundenbetreuer bei der normalen Ausübung seiner Arbeit ums Leben kommt – getötet durch rohe und sinnlose Gewalt." Sein tiefes Mitgefühl gelte der Familie sowie den Kolleginnen und Kollegen und Freunden des Zugbegleiters.

Der Zugbegleiter wurde am Montagabend während einer Fahrkartenkontrolle in Landstuhl bei Kaiserslautern lebensbedrohlich verletzt, als er einen Reisenden wegen fehlenden Fahrscheins des Zuges verweisen wollte. Nach Faustschlägen gegen den Kopf musste der 36-Jährige reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er später seinen Verletzungen erlag. Als Tatverdächtiger wurde ein 26-Jähriger noch am Tatort festgenommen, gegen ihn wurde am Dienstagabend Haftbefehl erlassen.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Minneapolis: US-Regierung zieht 700 Einsatzkräfte ab

Gut zehn Tage nach den tödlichen Schüssen auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis hat die US-Regierung den sofortigen Abzug von 700 Einsatzkräften aus dem Bundesstaat Minnesota angekündigt. Der Grenzbeauftragte von Präsident Donald Trump, Tom Homan, sagte am Mittwoch in Minneapolis, dazu gehörten Angehörige der Einwanderungsbehörde ICE wie auch der Grenzschutzagentur CBP.

Lange Haftstrafen für Schleusungen von Chinesinnen zur Prostitution in Hessen

Weil sie Frauen aus China zur Prostitution nach Deutschland schleusten und Steuern hinterzogen, hat das Landgericht Wiesbaden drei Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt. Die beiden Hauptangeklgten sollen für siebeneinhalb Jahre sowie sechs Jahre und drei Monate ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Ein dritter Angeklagter erhielt eine Strafe von drei Jahren und neun Monaten.

Mette-Marits Sohn gesteht "viel Sex, viel Drogen und viel Alkohol"

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby ein Leben im Exzess mit "viel Sex, viel Drogen und viel Alkohol" gestanden. Grund dafür sei sein "extrem hohes Bedürfnis nach Anerkennung", sagte der 29-Jährige am Mittwoch unter Tränen vor Gericht in Oslo. Die Vergewaltigungsvorwürfe wies er zugleich erneut zurück.

In Sonderzug nach Saarbrücken: Fußballfan beleidigt Reinigungskräfte rassistisch

Ein bislang unbekannter Fußballfan soll in einem Sonderzug zu einem Drittligaspiel drei im Zug tätige Reinigungskräfte rassistisch beleidigt haben. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag während der Anreise von rund 900 Fans des VfL Osnabrück zu einem Auswärtsspiel nach Saarbrücken, wie die Bundespolizei in Bad Bentheim am Mittwoch mitteilte. Der Vredächtige die aus Somalia stammenden Männer unter anderem als Affen diskriminiert haben.

Textgröße ändern: