Deutsche Tageszeitung - Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal

Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal


Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal
Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal / Foto: © AFP

Nach dem Durchzug von "außergewöhnlich" starken Unwettern haben die Behörden auf der Iberischen Halbinsel leichte Entwarnung gegeben. Im besonders heftig betroffenen Andalusien im Süden Spaniens wurde am Donnerstag die höchste Alarmstufe aufgehoben, trotzdem mahnten die Behörden noch zur Vorsicht. Rettungskräfte suchten weiter nach einer Frau, die während des Unwetters in einen Fluss gestürzt war. Im benachbarten Portugal kam durch Sturmtief "Leonardo" ein Mann ums Leben.

Textgröße ändern:

Am Mittwoch waren in Andalusien teilweise bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, der Wetterdienst hatte zuvor vor "außergewöhnlichem" Starkregen gewarnt. Wegen "Leonardo" mussten tausende Menschen evakuiert werden. Der Bahn- und Straßenverkehr kam zum Erliegen, Schulen blieben geschlossen. Der Zivilschutz teilte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit, dass eine Frau in der andalusischen Gemeinde Sayalonga in den Fluss Turvilla gestürzt sei. "Wir suchen nach ihr."

Spaniens nationaler Wetterdienst senkte am Donnerstag die Alarmstufen, warnte aber zugleich: Es werde zwar weniger stark regnen, aber in bereits Regen-gesättigten Gebieten werde sich das Wasser noch ansammeln, es könne zu Überschwemmungen kommen. In den meisten Teilen Andalusiens wurde der Unterricht am Donnerstag wieder aufgenommen, in den am stärksten betroffenen Gebieten blieb er jedoch ausgesetzt. Mehrere Straßen und Bahnstrecken waren weiter nicht befahrbar.

Auch im Nachbarland Portugal war nach Angaben der Behörden am Donnerstag das Schlimmste überstanden. Am Mittwoch war ein etwa 60-jähriger Mann im Südosten des Landes ums Leben gekommen. Er wurde von einer Strömung mitgerissen, als er mit dem Auto ein überschwemmtes Gebiet durchqueren wollte. Bereits in der vergangenen Woche waren durch den Sturm "Kristin" in Portugal fünf Menschen durch Unwetter ums Leben gekommen und hunderte verletzt worden.

Starke Winde und Niederschläge sollen noch bis Samstag über die Iberische Halbinsel ziehen. Auch Marokko erlebte am Mittwoch extreme Niederschläge, dort wurden seit dem vergangenen Freitag mehr als 100.000 Menschen evakuiert.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Steuern und Sozialabgaben hinterzogen: Bewährungsstrafe wegen Beihilfe in Hessen

Das Landgericht im hessischen Darmstadt hat einen 33-Jährigen wegen Beihilfe zur Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben in Millionenhöhe zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig, wie ein Gerichtssprecher der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag sagte. Demnach wurde das Urteil bereits am Dienstag verkündet.

Tödlicher Brand durch Silvesterrakete: Zwei Verdächtige in Bayern ermittelt

Nach einem durch eine Silvesterrakete ausgelösten Brand mit einer toten 88-Jährigen in Würzburg hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Die 42 und 48 Jahre alten Männer wurden anhand von Videoaufnahmen aus der Tatnacht überführt, wie das Polizeipräsidium in der bayerischen Stadt am Donnerstag mitteilte.

Streit mit SPD um Sitzungssaal: Klage von AfD-Fraktion scheitert in Karlsruhe

Im Streit mit der SPD um den "Otto-Wels-Saal" im Reichstagsgebäude hat die AfD-Fraktion vor dem Bundesverfassungsgericht eine Niederlage erlitten. Ihre Organklage gegen die Verteilung der Räume scheiterte nach Karlsruher Angaben vom Donnerstag. Das Gericht sah keine Verletzung von Rechten der Fraktion. (Az. 2 BvE 14/25)

Tod eines Zugbegleiters bei Ticketkontrolle: Gewerkschaften fordern Konsequenzen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters bei einer Fahrkartenkontrolle in Rheinland-Pfalz haben Gewerkschaften Konsequenzen gefordert. "Wir brauchen Doppelbesetzung, wir brauchen eine Bodycam, die auch Tonaufzeichnungen wiedergibt", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der DB Regio Schiene und Bus, Ralf Damde, am Donnerstag dem Radiosender WDR5. Nötig seien dabei neue Sicherheitskonzepte und eine stärkere Zusammenarbeit mit der Bundespolizei.

Textgröße ändern: