Deutsche Tageszeitung - USA verlassen weiteren Stützpunkt in Syrien - Abzug aus dem Land soll im März vollzogen sein

USA verlassen weiteren Stützpunkt in Syrien - Abzug aus dem Land soll im März vollzogen sein


USA verlassen weiteren Stützpunkt in Syrien - Abzug aus dem Land soll im März vollzogen sein
USA verlassen weiteren Stützpunkt in Syrien - Abzug aus dem Land soll im März vollzogen sein / Foto: © AFP

Bei ihrem Rückzug aus Syrien hat die US-Armee am Montag einen weiteren Stützpunkt verlassen. Wie AFP-Journalisten berichteten, verließen Dutzende Lastwagen mit Schützenpanzern und Fertigbauteilen die Basis Kasrak in der nordöstlichen Provinz Hasakeh in Richtung Irak. Nach Angaben sowohl aus syrischen Regierungskreisen als auch von kurdischen Kräften sollen die US-Streitkräfte ihren vollständigen Abzug aus Syrien nun bereits binnen eines Monats abschließen.

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Das Lager Kasrak ist bereits das dritte Lager binnen zwei Wochen, aus dem sich die US-Armee zurückzieht. Zuvor hatte sie Mitte Februar bereits Schadadi im Nordosten und Al-Tanf im Südosten Syriens verlassen. Die Stützpunkte waren für Einsätze der US-geführten Anti-IS-Koalition genutzt worden und wurden an die syrische Armee übergeben.

Zum geplanten vollständigen Abzug der USA aus dem Land hieß es aus syrischen Regierungskreisen, bereits "bis in einem Monat" werde es "keinerlei militärische Präsenz" der USA mehr an den Stützpunkten geben. Aus diplomatischen Kreisen sowie aus Kreisen kurdischer Kämpfer hieß es, der Rückzug dürfte bereits "binnen 20 Tagen" abgeschlossen sein.

Ein Diplomat aus einem sowohl mit den USA als auch mit Syrien verbündeten Land erklärte, US-Streitkräfte könnten auch weiterhin "Luftangriffe in Syrien von ihren Stützpunkten in der Region aus fliegen".

Derzeit befinden sich noch rund 1000 US-Soldaten in Syrien. Die USA sind seit Jahren Teil der internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). 2014 hatte die Armee Stützpunkte in Gebieten des Landes errichtet, die nicht mehr unter der Kontrolle der Regierung des damaligen Machthabers Baschar al-Assad standen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich in den vergangenen Monaten der neuen islamistischen Übergangsregierung von Präsident Ahmed al-Scharaa angenähert, nachdem al-Scharaas HTS-Miliz und verbündete Gruppen Assad im Dezember 2024 gestürzt hatten. Die neuen Machthaber übernahmen zuletzt auch die Kontrolle über mehrere Gebiete im Nordosten Syriens, über die zuvor die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) die Kontrolle gehabt hatten, die den IS mit Unterstützung der USA aus weiten Teilen Syriens vertrieben hatten.

(M.Dylatov--DTZ)

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