Deutsche Tageszeitung - Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen

Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen


Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen
Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht im hessischen Marburg hat einen 29-Jährigen wegen einer Chaosfahrt mit einem gestohlenen Radlader zu sieben Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen versuchten Mordes in zwei Fällen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern:

Die zuständige Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass er im Mai aus Frust wegen Überlastung einen Radlader aus dem Betrieb seiner Eltern gestohlen hatte. Diesen lenkte er im Straßenverkehr auf einer Bundesstraße bei Burgwald angriffsmäßig mehrfach auf andere Verkehrsteilnehmer im Gegenverkehr zu.

Laut Urteil handelte es sich dabei nicht um alkoholbedingte Ausfälle. Zwar war der 29-Jährige nur eingeschränkt schuldfähig, seine Steuerungsfähigkeit war aber nicht vollständig aufgehoben. Dass niemand zu Tode kam, sei Glück gewesen. Auch ohne das Gefahrenpotenzial durch die Schaufel des Radladers hätte die Geschwindigkeit für tödliche Verletzungen ausreichen können.

Bei der Fahrt hinterließ der 29-Jährige eine Schneise der Verwüstung. Er stieß gegen mehrere Autos, eine Frau wurde verletzt. Zudem fuhr er einen Baum und Leitplanken um. Die Fahrt endete an einem Teich. Dem Urteil zufolge ist der seelische Schaden der Opfer groß. Diese müssten noch viele Jahre mit den Folgen leben, hieß es.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Lebenslange Haft für 16-Jährigen wegen tödlichen Schusswaffenangriffs in den USA

Wegen eines tödlichen Schusswaffenangriffs in einer Schule im US-Bundesstaat Georgia ist ein 16-jähriger Jugendlicher zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Colt Gray habe die Tat nur in der Sucht nach "Berühmtheit" begangen, befand am Dienstag der zuständige Richter. Obwohl der Teenager zur Tatzeit sogar nur 14 Jahre alt war, wurde er nach Erwachsenenstrafrecht zu lebenslanger Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verurteilt.

Mindestens fünf Tote durch Erdbeben im Südwesten Japans

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens fünf gestiegen. Zwei von ihnen seien in einem Einkaufszentrum in der Stadt Kashima entdeckt worden, in dem durch das Beben eine Etage eingestürzt war, teilte am Mittwoch die Katastrophenschutzbehörde mit. Bei diesen beiden Todesopfern handelt es sich laut Medienberichten um zwei junge Frauen.

Waldbrände in Südwesteuropa: Sorge vor neuer Hitzewelle - Erste Evakuierte kehren zurück

Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände blicken die Einsatzkräfte mit Sorge auf eine neue Hitzewelle: Für Frankreich erwarteten die Meteorologen bereits ab Dienstag, für Spanien ab Mittwoch sengende Temperaturen, teils von mehr als 40 Grad. Die Feuerwehr im Südwesten Frankreichs sah sich im Vorfeld der neuen Hitze in der "Offensive" gegen die Flammen, in Spanien hob die Regierung Evakuierungsanordnungen für 13 Gemeinden auf.

Behörden: Großbrand im französischen Département Gironde "weiterhin stabilisiert"

Der Großbrand im südwestfranzösischen Département Gironde ist trotz eines stellenweisen Wiederaufflammens nach Behördenangaben "weiterhin stabilisiert". Das Feuer breite sich vorerst nicht weiter aus, teilte die zuständige Präfektin Sophie Brocas am Dienstagabend mit. An 14 Stellen seien die Flammen im Tagesverlauf erneut ausgebrochen. Dort habe es bereits zuvor gebrannt.

Textgröße ändern: