Deutsche Tageszeitung - Mindestens fünf Tote bei Erdrutsch auf Indonesiens größter Müllkippe

Mindestens fünf Tote bei Erdrutsch auf Indonesiens größter Müllkippe


Mindestens fünf Tote bei Erdrutsch auf Indonesiens größter Müllkippe

Bei einem Erdrutsch auf Indonesiens größter Müllkippe sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchten am Montag nach eigenen Angaben zudem nach mindestens vier Vermissten. Neben Baggern kamen dabei auch Spürhunde zum Einsatz.

Textgröße ändern:

Wie die indonesische Such- und Rettungsbehörde mitteilte, hatte sich der Erdrutsch am Sonntag in Bantargebang ereignet, einer riesigen Müllhalde 25 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Jakarta. Laut Berichten lokaler Medien hatte es zuvor stundenlang stark geregnet. Fahrzeuge, Imbissstände und Menschen wurden von den Abfallmassen begraben.

In Jakarta und den umliegenden Städten leben rund 42 Millionen Menschen, die jeden Tag schätzungsweise 14.000 Tonnen Müll produzieren. Mit einer Größe von mehr als 110 Hektar ist Bantargebang eine der größten offenen Mülldeponien der Welt. Nach Angaben von Jakartas Umweltbehörde werden dort insgesamt etwa 55 Millionen Tonnen Abfall gelagert.

Indonesiens Umweltminister Hanif Faisol Nurofiq kritisierte nach dem Unglück, die örtlichen Behörden hätten trotz eines 2008 erlassenen Verbots weiter Müll auf der Deponie abgeladen. "Bantargebang gehört zur Stadtverwaltung von Jakarta, darum muss diese die Verantwortung übernehmen", sagte er im Sender Kompas TV. Jakartas Umweltbehörde gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme ab.

Indonesien will seine Mülldeponien schrittweise schließen. Präsident Prabowo Subianto hatte im Februar gewarnt, die meisten Deponien seien bis 2028 voll. Die Regierung will nun umgerechnet mehr als drei Milliarden Euro bereitstellen, um binnen zwei Jahren 34 Müllverbrennungsanlagen zu bauen und damit auch Strom zu produzieren.

Im Jahr 2005 waren bei einem Erdrutsch auf einer Müllkippe in der indonesischen Provinz Westjava 143 Menschen ums Leben gekommen. Die Ursache des Unglücks war damals eine Methangasexplosion.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Oberstes Gericht erlaubt Postversand von Abtreibungspille in den USA vorerst weiter

In den USA dürfen Abtreibungspillen mit dem Wirkstoff Mifepriston vorerst weiter per Post versandt werden: Das Oberste Gericht in Washington setzte die Entscheidung eines US-Berufungsgerichts zum einstweiligen Stopp des Postversands am Donnerstag weiter aus - und zwar so lange, bis das Gericht entschieden hat, ob es in der Angelegenheit tätig werden wird.

Würzburger Bischof Jung verurteilt Religionsmissbrauch für "Allmachtsfantasien"

Beim Deutschen Katholikentag hat der Würzburger Bischof Franz Jung einen Missbrauch von Religion durch Politiker verurteilt. Es brauche "Widerspruch gegen alle Machthaber dieser Welt, die sich in Allmachtsfantasien ergehen und diese auch noch religiös verbrämen", sagte Jung am Donnerstag im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt auf dem Residenzplatz der bayerischen Stadt. "Überall da, wo Menschen für sich in Anspruch nahmen, in Gottes Namen zu herrschen, haben sie Blutbäder angerichtet."

Wellgistics Health treibt die digitale Expansion seines kürzlich angekündigten Pilotprojekts für RPM, RTM und CCM mit der geplanten Übernahme von WellCare Today und dessen firmeneigenem Samsung Galaxy Watch-Programm zur Gesundheitsüberwachung voran

Highlights:WellCare Today bringt eine etablierte RPM-, RTM- und CCM-Infrastruktur mit Integrationen in Wearable-Technologien und vernetzten Überwachungslösungen mitDurch die Kombination soll die kürzlich von Wellgistics Health angekündigte MSO-Initiative mit Kare Clinicals und dessen Netzwerk aus über 6.500 unabhängigen Apotheken integriert werdenDie geplante Plattform soll die Patientenbindung, die Therapietreue, die Fernüberwachung und die langfristige Pflegekoordination verbessernDas Transaktionsvolumen beläuft sich auf rund 15 Millionen $Die strategische Initiative zielt darauf ab, zusätzliche klinische Umsatzmöglichkeiten für teilnehmende Apotheken und Anbieter zu schaffen

Fußball-WM: Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticket-Verkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat vom Weltfußballverband Fifa Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft verlangt. Das teilte Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch mit. Einem Medienbericht zufolge sollen Fußballfans Tickets der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor sie dann Plätze erhielten, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen worden waren.

Textgröße ändern: