Deutsche Tageszeitung - Heizöltanks ohne Heizungsanschluss: Zoll entdeckt illegale Tankstelle in Wohnhaus

Heizöltanks ohne Heizungsanschluss: Zoll entdeckt illegale Tankstelle in Wohnhaus


Heizöltanks ohne Heizungsanschluss: Zoll entdeckt illegale Tankstelle in Wohnhaus
Heizöltanks ohne Heizungsanschluss: Zoll entdeckt illegale Tankstelle in Wohnhaus / Foto: © AFP/Archiv

Eine illegale Tankstelle hat der Zoll in einem Wohnhaus im niedersächsischen Bovenden entdeckt. Nach einem anonymen Hinweis stießen Beamte auf "eine selbst hergestellte illegale Betankungseinrichtung" sowie vier Heizöltanks mit einem Fassungsvermögen von 3200 Litern, wie der Zoll in Braunschweig am Mittwoch mitteilte. Eine Ölheizung war an diese demnach nicht angeschlossen. Die Behörde ging von einem Fall der Steuerhinterziehung durch illegale sogenannte Heizölverdieselung aus.

Textgröße ändern:

Heizöl und Diesel sind chemisch ähnlich, werden aber unterschiedlich besteuert. Die Verwendung von Heizöl als Dieselkraftstoff in Autos ist daher gesetzlich verboten und stellt eine Steuerhinterziehung dar. Dem Automobilklub ADAC zufolge ist der Einsatz von Heizöl als Dieselersatz aufgrund anderer Zündeigenschaften und unzureichender Schmierfähigkeit in modernen Autos aber auch technisch riskant.

Die Tanks in dem Haus in der Gemeinde bei Göttingen waren dem Zoll zufolge noch etwa zur Hälfte mit Heizöl befüllt. Die verschiedenen Kraftstoffarten sind unterschiedlich eingefärbt, um Behörden eine schnelle Unterscheidung zu ermöglichen. Auch in den Tanks der zu dem nicht näher genannten Haushalt gehörenden Fahrzeuge wurde demnach Heizöl festgestellt. Wie viel Heizöl in der Vergangenheit illegal getankt wurde und ob auch Dritte versorgt wurden, wurde noch ermittelt.

Noch vor Ort leiteten die Einsatzkräfte ein Strafverfahren ein, der während der Durchsuchung bereits festgestellte Steuerschaden beläuft sich auf mehr als 1600 Euro. Die Kontrolle fand bereits vor etwa drei Wochen statt. Den Beschuldigten drohen im Fall einer Verurteilung Geld- oder Haftstrafen. Weitere Einzelheiten nannte der Zoll zunächst nicht.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Maduro-Vertrauter schließt Deal mit der US-Justiz

Der venezolanische Ex-Minister und frühere Vertraute des gestürzten Präsidenten Nicolás Maduro, Alex Saab, hat sich am Dienstag im Rahmen einer Vereinbarung mit der US-Justiz der Geldwäsche schuldig bekannt. Saab habe ein Geständnis "zum einzigen Anklagepunkt" gemacht und erhalte dafür eine mildere Strafe, hieß es in den Gerichtsunterlagen. Die Vereinbarung sieht demnach eine Strafzahlung in Höhe von 195 Millionen Dollar (umgerechnet 170 Millionen Euro) vor.

Dutzende Festnahmen bei Protest gegen Razzien bei türkischen LGBTQ-Aktivisten

Nach Razzien in Kneipen und Wohnungen von türkischen LGBTQ-Aktivisten am Wochenende sind bei Protesten gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte in Istanbul zahlreiche Demonstranten festgenommen worden. Bis zum Dienstagmittag wurden 91 Menschen in der türkischen Metropole in Haft genommen, erklärten deren Anwälte. Unter den Festgenommenen ist nach Angaben der türkischen Journalistengewerkschaft ein ARD-Journalist.

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Textgröße ändern: