Deutsche Tageszeitung - Brandenburg: Autobahnraser nach tödlichem Unfall zu langer Haftstrafe verurteilt

Brandenburg: Autobahnraser nach tödlichem Unfall zu langer Haftstrafe verurteilt


Brandenburg: Autobahnraser nach tödlichem Unfall zu langer Haftstrafe verurteilt
Brandenburg: Autobahnraser nach tödlichem Unfall zu langer Haftstrafe verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Rund dreieinhalb Jahre nach einem schweren Raserunfall mit einem Toten und mehreren Verletzten auf einer Brandenburger Autobahn ist der Verursacher zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Neuruppin sprach den mittlerweile 35-Jährigen unter anderem des verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und der gefährlichen Körperverletzung schuldig, wie eine Sprecherin am Donnerstagabend mitteilte.

Textgröße ändern:

Außerdem wurde dem Mann die Fahrerlaubnis entzogen. Der Führerschein wurde eingezogen. Wegen überlanger Verfahrensdauer gelten zwei Monate der Haft bereits als vollstreckt. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage forderten jeweils eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Laut Anklage war der Mann im August 2022 alkoholisiert auf der Autobahn 10 unterwegs gewesen. Mit einer Geschwindigkeit von mehr als hundert Stundenkilometern über der zugelassenen Höchstgrenze kollidierte er in der Nähe der Gemeinde Mühlenbecker Land mit mehreren Verkehrsteilnehmern. Ein Mensch starb, weitere wurden teils lebensbedrohlich verletzt.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

16 Tote bei Brand in Seniorenheim in Chile

Bei einem Brand in einem Seniorenheim in Chile sind 16 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um Bewohner der Einrichtung, teilten die Behörden in der Stadt Pitrufquén am Samstag mit. Der Brand war am Freitagabend ausgebrochen und konnte von der Feuerwehr am frühen Samstagmorgen gelöscht werden. Die zehn übrigen Bewohner des Seniorenheims wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Brand auf philippinischer Fähre Zahl der Todesopfer auf 76 gestiegen

Nach dem Brand auf einer Fähre in einer beliebten Touristenregion der Philippinen ist die Zahl der Todesopfer auf 76 gestiegen. Die Küstenwache teilte am Samstag mit, sie habe 41 weitere Leichen im Inneren der ausgebrannten Fähre gefunden. Die Überreste würden zu einem Hafen im Urlaubsort Coron in der Provinz Palawan transportiert, teilte eine Sprecherin der Küstenwache mit.

Mindestens 44 Verletzte bei Zugunglück in Nordfrankreich

Bei einem Zugunglück in Nordfrankreich sind am Freitag mindestens 44 Menschen verletzt worden. Eines der Opfer, eine Frau, habe schwere Verletzungen erlitten, teilte Staatsanwalt Sébastien Gallois am Abend mit. Verkehrsminister Philippe Tabarot hatte zuvor im Onlinedienst X in einer "vorläufigen Bilanz" von rund 20 Verletzten gesprochen. Der Regionalzug mit fast 200 Passagieren an Bord war in der Normandie zwischen den Städten Rouen und Caen im Département Seine-Maritime unterwegs.

EU und UNO verurteilen Haftstrafen gegen Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong

Die EU und die UNO haben die Haftstrafen gegen drei Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong scharf kritisiert. Die EU bezeichnete den Prozess gegen die Demokratieaktivisten am Freitag als "politisch motiviert". UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte eine Aufhebung der Urteile. Ein Gericht in Hongkong hatte die drei Aktivisten zuvor mit Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren belegt.

Textgröße ändern: