Deutsche Tageszeitung - Neue Wege: Bremer Verfassungsschutz warnt auf digitalen Werbetafeln vor Bedrohungen

Neue Wege: Bremer Verfassungsschutz warnt auf digitalen Werbetafeln vor Bedrohungen


Neue Wege: Bremer Verfassungsschutz warnt auf digitalen Werbetafeln vor Bedrohungen
Neue Wege: Bremer Verfassungsschutz warnt auf digitalen Werbetafeln vor Bedrohungen / Foto: © AFP/Archiv

Der Bremer Verfassungsschutz warnt ab sofort auf digitalen Werbetafeln im öffentlichen Raum vor aktuellen Bedrohungen durch Desinformation und Extremismus. "Bremen geht damit einen neuen Weg in der Sicherheitskommunikation", erklärte Innensenatorin Eva Hoegl (SPD) am Mittwoch in der Hansestadt zum offiziellen Start des Projekts. Den Anfang macht demnach eine Warnung vor Phishingkampagnen durch ausländische Geheimdienste.

Textgröße ändern:

"Bedrohungen wie Phishing durch fremde Nachrichtendienste sind real und treffen Menschen mitten im Alltag - wir informieren deshalb dort, wo Menschen sind, nicht nur im Internet oder in Fachmedien", erklärte Hoegl. Laut Innenbehörde kooperiert der Landesverfassungsschutz dabei mit dem Werbeunternehmen Ströer, das digitale Anzeigentafeln unter anderem an vielbefahrenen Straßen oder ÖPNV-Haltestellen betreibt.

Die Informationen sollen demnach "anlassbezogen" in Ansprache mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bremer Polizei eingespielt werden. Geplant seien bereits "weitere Kampagnen zu Desinformation, hybriden Bedrohungen und aktuellen Entwicklungen im Extremismus".

Durch Phishingversuche versuchen Kriminelle oder Geheimdienste, an Informationen oder sensible Daten wie Passwörter zu kommen. Dabei werden potenzielle Opfer unter einem Vorwand kontaktiert, wobei sich die Angreifer etwa als Servicemitarbeiter von Softwareunternehmen ausgeben. Ziele sind laut Sicherheitsbehörden unter anderem Behörden- und Unternehmensvertreter aus dem politischen und militärischen Bereich.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Miami: Amazon-Frachtflugzeug schießt über Landebahn hinaus und rammt Fahrzeuge

Ein Frachtflugzeug des Amazon-Konzerns ist bei der Landung in Miami am Sonntag über die Landebahn hinausgeschossen. Behördenangaben zufolge rammte die Frachtmaschine "mehrere Fahrzeuge" und geriet in Brand. Nach Angaben der Feuerwehr ereignete sich das Unglück am frühen Nachmittag (Ortszeit). Auf Videos war zu sehen, wie Rauch aus einer Boeing 767 aufstieg.

Hacker veröffentlichen sensible Dateien aus Berlin: Forderungen nach besserem Schutz

Hacker haben Berliner Landesbehörden angegriffen, erpresst und viele Dateien im Darknet veröffentlicht - nun werden Forderungen nach einem besseren Schutz der Bundeshauptstadt und der kritischen Infrastruktur laut. "Der Schutz Berlins ist immer auch eine Frage der Sicherheit unseres gesamten Landes", erklärte Berlins SPD-Chef Steffen Krach am Sonntag. Medienberichten zufolge waren in den veröffentlichten Dateien sensible Daten wie etwa Pläne für den Verteidigungsfall zu finden.

Anschläge auf Umspannwerke: Fahndung nach Tatverdächtigem läuft auf Hochtouren

Nach Anschlägen oder Sabotageversuchen an der Stromversorgung in gleich drei Bundesländern läuft die Fahndung nach einem Verdächtigen auf Hochtouren. "Es gibt einige Hinweise, denen wir nachgehen", sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Sonntag. Wie die Brandenburger Polizei mitteilte, könnte der 48-Jährige mit einem Fahrrad unterwegs sein. Politiker von Grünen und CDU forderten einen besseren Schutz der Infrastruktur beziehungsweise ein härteres Vorgehen gegen "Klimaextremismus".

Kroatien: Zehntausende gehen wegen illegaler Giftmülldeponie auf die Straße

Aus Protest gegen die illegale Entsorgung giftigen Mülls sind in Kroatiens Hauptstadt Zagreb zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten am Samstagabend die sofortige Beseitigung der Abfälle, die im vergangenen Jahr in einer der unberührtesten Regionen des Landes entdeckt worden waren. Im August war ein Bericht veröffentlicht worden, in dem vor den Gefahren des Giftmülls gewarnt wurde.

Textgröße ändern: