Deutsche Tageszeitung - Womöglich Anschlag geplant: Razzia bei mutmaßlichen Islamisten in Norddeutschland

Womöglich Anschlag geplant: Razzia bei mutmaßlichen Islamisten in Norddeutschland


Womöglich Anschlag geplant: Razzia bei mutmaßlichen Islamisten in Norddeutschland
Womöglich Anschlag geplant: Razzia bei mutmaßlichen Islamisten in Norddeutschland / Foto: © AFP/Archiv

Nach einem Hinweis aus den USA sind in Norddeutschland mehrere Menschen und Räumlichkeiten durchsucht worden. Eine kleine Gruppe aus einem Serben, Syrern und Sudanesen steht unter Verdacht, eine islamistisch motivierte Gewalttat in Deutschland vorbereitet zu haben, wie die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg am Mittwoch mitteilte. Bei der Razzia in Cuxhaven und Bremerhaven seien unter anderem ein Säbel und zwei Waffenattrappen beschlagnahmt worden.

Textgröße ändern:

Der erste Hinweis kam demnach von der Polizei in New York. Das Bundeskriminalamt gab die Informationen an die Ermittler in Niedersachsen weiter, die weiter recherchierten. Federführend ist die Generalstaatsanwaltschaft Celle.

Bei den Verdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge um einen 20 Jahre alten Serben und mehrere Syrer und Sudanesen, die zwischen 17 und 22 Jahre alt sind. Spezialkräfte waren im Einsatz, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Verdächtigen bewaffnet waren.

Scharfe Schusswaffen oder Gegenstände, die der Vorbereitung eines Anschlags dienen könnten, wurden bei der Razzia aber nicht gefunden. Die Polizei beschlagnahmte Handys und weitere Datenträger. Diese sollten ausgewertet werden.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Durchsuchungen wegen Geldwäsche in großem Stil in mehreren Bundesländern

Mit Durchsuchungen sind Ermittler gegen eine mutmaßliche Geldwäscheorgansation aus China vorgegangen. Die Ermittlungen richten sich gegen sechs Männer und drei Frauen, wie das hessische Landeskriminalamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Sie sollen mit Hilfe einer Organisation Bargeld in Millionenhöhe über ein internationales Firmengeflecht gewaschen haben. Anfang des Jahres wurden bei der Kontrolle eines Manns mehr als 1,7 Millionen Euro beschlagnahmt.

Bundesverwaltungsgericht bestätigt Verbot von Neonazisekte Artgemeinschaft

Das Verbot der Neonazisekte Artgemeinschaft bleibt bestehen. Die Gruppe richte sich gegen die Verfassung, erklärte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Mittwoch und wies die Klage gegen das Verbot ab. Das Bundesinnenministerium hatte die Artgemeinschaft im Jahr 2023 als Verein verboten. Die Gruppe mit etwa 150 Mitgliedern war demnach eine zentrale Schnittstelle innerhalb der Neonaziszene. (Az. 6 A 18.23)

Illegale Cannbisplantage in Lagerhalle entdeckt - vier Männer festgenommen

In einem Industriegebäude im nordrhein-westfälischen Remscheid haben Ermittler eine illegale Cannabisplantage entdeckt. Bei der Durchsuchung der Lagerhalle am Mittwochmorgen fanden die Beamten rund 450 Pflanzen, 850 abgeerntete Töpfe, knapp elf Kilogramm reife Ernte sowie entsprechendes Equipment, wie die Polizei in Wuppertal mitteilte.

Bekannten mit Messer getötet: Mehr als fünf Jahre Haft für 68-jährigen Zwickauer

Wegen der Tötung eines 36-jährigen Bekannten mit einem Messer ist ein Mann aus Zwickau zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht in der sächsischen Stadt sprach ihn am Mittwoch des Totschlags schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Wegen der starken Alkoholisierung des Angeklagten ging das Gericht von einem minder schweren Fall aus.

Textgröße ändern: