Deutsche Tageszeitung - Frau erwürgt: Haftstrafe für 42-Jährigen wegen Tötung auf Verlangen

Frau erwürgt: Haftstrafe für 42-Jährigen wegen Tötung auf Verlangen


Frau erwürgt: Haftstrafe für 42-Jährigen wegen Tötung auf Verlangen
Frau erwürgt: Haftstrafe für 42-Jährigen wegen Tötung auf Verlangen / Foto: © AFP/Archiv

Weil er eine Frau auf ihren Wunsch hin getötet hat, ist ein Mann in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht der Hauptstadt sprach den 42-Jährigen am Montag der Tötung auf Verlangen schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern:

Laut Anklage litt die Frau seit Jahren an Depressionen und hatte den 42-Jährigen mehrfach gebeten, ihr beim Sterben zu helfen. Am 30. Mai 2020 kam er dem Wunsch nach und erwürgte sie in ihrer Wohnung.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monate beantragt. Die Verteidigung plädierte auf eine eine Bewährungsstrafe.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Bundesgerichtshof entscheidet über Gema-Klage wegen Fernsehen im Seniorenheim

Im Streit über Fernsehen in einem Seniorenheim in Rheinland-Pfalz fällt der Bundesgerichtshof am Donnerstag (08.45 Uhr) in Karlsruhe sein Urteil. Geklagt haben die Gema und die Verwertungsgesellschaft Corint Media, welche die urheberrechtlichen Nutzungsrechte von Sendern wahrnimmt. Sie finden, dass für das Weiterleiten von Programmen in die einzelnen Zimmer extra gezahlt werden muss. (Az. I ZR 34/23 und I ZR 35/23)

Empörung nach Freispruch für maltesischen Geschäftsmann in Mordfall Caruana Galizia

Fast neun Jahre nach der Ermordung der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia hat ein Gericht in Malta am Mittwoch den Geschäftsmann Yorgen Fenech vom Vorwurf freigesprochen, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Caruana Galizias Familie erklärte, Fenechs Freispruch verweigere "ihr die Gerechtigkeit, die sie verdient". Medienorganisationen und Verfechter der Meinungs- und Pressefreiheit sehen in dem Urteil eine verheerende Signalwirkung.

Frau stirbt nach Attacke mit Messer und Feuer durch Ehemann in Stuttgart

Sechs Wochen nach einer Messer- und Brandattacke durch ihren Ehemann ist eine Frau in Stuttgart an ihren schweren Verletzungen gestorben. Der 54 Jahre alte Tatverdächtige soll sie am 23. Juli an ihrem Arbeitsplatz in einem Einkaufszentrum angegriffen haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten. Er habe die 47-Jährige erst mit einem Messer angegriffen und dann angezündet.

Ermittlungen nach Angriffen auf Umspannwerke wegen Anschlagsverdachts

Nach den Angriffen auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg wird in beiden Fällen wegen des Verdachts von Anschlägen auf die kritische Infrastruktur ermittelt. "Es besteht der Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage", sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf vor Journalisten. Die Polizei sprach von einem "Anschlagsgeschehen". In Brandenburg ermitteln die Beamten unter anderem wegen Terrorverdachts. Ein Zusammenhang wurde geprüft.

Textgröße ändern: