Deutsche Tageszeitung - Nach Tigerausbruch in Sachsen: Sechs Tiere nun in Spanien

Nach Tigerausbruch in Sachsen: Sechs Tiere nun in Spanien


Nach Tigerausbruch in Sachsen: Sechs Tiere nun in Spanien
Nach Tigerausbruch in Sachsen: Sechs Tiere nun in Spanien / Foto: © AFP/Archiv

Mehrere Wochen nach dem Ausbruch eines privat gehaltenen Tigers im sächsischen Schkeuditz haben die von den Behörden aus dem Gehege geholten sechs weiteren Tiere Spanien erreicht. Nach einer mehrtägigen Reise kamen sie wohlbehalten in einer Rettungsstation in Spanien an und werden dort nun fachgerecht versorgt, wie die Tierschutzorganisation Animal Advocacy and Protection (AAP) am Freitag in Berlin mitteilte.

Textgröße ändern:

Im Mai war ein Tiger aus einer Privathaltung in Schkeuditz entlaufen, hatte einen Mann schwer verletzt und war schließlich von Polizisten erschossen worden. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Halterin um eine frühere Zirkusdompteurin, deren Betrieb schon länger umstritten ist.

Bereits Anfang April war die Besitzerin der Tiger nach Angaben des Landratsamts Nordsachsen aufgefordert worden, die Haltungsbedingungen zu verbessern. Da sie den Vorgaben nicht wie verlangt bis Ende Juni nachkam, wurden ihr sechs der acht verbliebenen Tiger aus Tierschutzgründen weggenommen. Die Anlage bietet nach Behördenangaben aktuell nur Platz für zwei Tiere.

Die sechs Tiger wurden sediert und in spezielle Transportboxen gebracht, in denen sie dann in ein Auffanglager der Organisation Animal Advocacy and Protection in Spanien gefahren wurden. "Die lange Fahrt nach Spanien haben die sechs Tiger wach und gelassen hinter sich gebracht", teilte AAP am Freitag mit. Ein erfahrenes Team, darunter ein Tierarzt, habe die Tiere begleitet.

In Spanien durchlaufen die Tiger zunächst eine Quarantäne, bevor sie in ein Außengehege von 3000 Quadratmetern umziehen werden. Dieses bietet demnach neben Naturboden und einer Bademöglichkeit auch verschiedene schattige Rückzugsorte, zudem haben sie jederzeit Zutritt zu temperaturregulierten Innenbereichen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Mehr als 90 Tote bei Überschwemmungen in Nepal - Hunderte Touristen vermisst

Bei verheerenden Überschwemmungen in Nepal sind mehr als 90 Menschen getötet worden, hunderte Touristen werden zudem vermisst. Bislang seien 95 Tote geborgen worden, sagte Polizeisprecher Abi Narayan Kafle am Mittwoch. Die Tourismusbehörde sprach von 403 vermissten Touristen, darunter 341 Ausländer. Dem Auswärtigen Amt in Berlin lagen zunächst keine Erkenntnisse über betroffene Deutsche vor. Chinesische Staatsmedien berichteten über einen Erdrutsch im chinesisch-nepalesischen Grenzgebiet mit mindestens drei Toten.

Jugendtrainer in Bayern soll mindestens zwei Kinder missbraucht haben

In Bayern soll ein Jugendtrainer mindestens zwei Kinder sexuell missbraucht haben. Der 43-Jährige wurde am Dienstag festgenommen und sitzt seit Mittwoch in Untersuchungshaft, wie die Polizei in Nürnberg mitteilte. Vorausgegangen war eine Anzeige in der zweiten Augusthälfte.

Social-Media-Sucht: Instagram und Facebook führen Zeitsperren für Teenager ein

Der Mutterkonzern von Instagram und Facebook hat in einem Prozess um die mutmaßliche Social-Media-Sucht von Minderjährigen einen Vergleich erzielt: Der Meta-Konzern von Mark Zuckerberg willigte in die Zahlung von 16,7 Milliarden Dollar (14,3 Milliarden Euro) ein, wie aus Gerichtsakten vom Mittwoch hervorgeht. Meta erklärte sich zudem zu Änderungen an seinen Online-Netzwerken bereit, um Kinder und Jugendliche besser vor Risiken zu schützen.

Epstein-Affäre: Frankreich wegen verzögerter Ermittlungen verklagt

Wegen zögerlicher Ermittlungen im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre hat das ehemalige Model Ebba Karlsson den französischen Staat verklagt. Karlsson wirft der französischen Justiz "grobe Fahrlässigkeit" vor, weil diese den französischen Modelagenten Daniel Siad nicht verhört hat, dem sie Vergewaltigung vorwirft. Die Klage wurde am 21. August eingereicht, wie AFP am Mittwoch erfuhr. Der mutmaßliche Helfer des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein war im Juli in der Nähe von Paris tot aufgefunden worden.

Textgröße ändern: