Deutsche Tageszeitung - USA stufen zwei weitere Drogenkartelle als "Terrororganisationen" ein

USA stufen zwei weitere Drogenkartelle als "Terrororganisationen" ein


USA stufen zwei weitere Drogenkartelle als "Terrororganisationen" ein
USA stufen zwei weitere Drogenkartelle als "Terrororganisationen" ein / Foto: © AFP

Die USA haben zwei weitere Drogenkartelle als "ausländische Terrororganisationen" eingestuft. Außenminister Marco Rubio teilte am Donnerstag mit, dabei handele es sich um die Kartelle Juárez und Los Viagras. Sie hätten "zahlreiche Anschläge auf Amerikaner, mexikanische Sicherheitskräfte und Zivilisten verübt", hieß es zur Begründung.

Textgröße ändern:

Als Beispiel nannte Rubio einen Überfall auf Mitglieder einer US-Mormonen-Gemeinde im Nordwesten Mexikos im Jahr 2019. In dem mexikanischen Bundesstaat Sonora waren damals nach Angaben von Hinterbliebenen drei Frauen und sechs Kinder getötet worden. Für das "Massaker" macht das US-Außenministerium Mitglieder der Gruppe La Línea im Juárez-Kartell verantwortlich.

Mit der Einstufung als "Terrororganisation" werden mögliche Besitztümer der Kartelle und ihrer Mitglieder in den USA eingefroren; zudem wird es US-Bürgern untersagt, mit ihnen Geschäfte zu treiben.

Die USA haben seit dem erneuten Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar 2025 bereits rund ein Dutzend Kartelle, Drogenbanden und andere kriminelle Gruppen in Mexiko, Venezuela und Kolumbien als "terroristisch" eingestuft. Die USA wollen ihnen damit den Geldhahn zudrehen.

Die Trump-Regierung hat zudem mit verbündeten Ländern in Lateinamerika eine Allianz zur Bekämpfung der Drogenkartelle ins Leben gerufen. Sie sieht unter anderem US-Militäreinsätze in den Ländern vor sowie die Unterstützung der jeweiligen Sicherheitskräfte bei der Ausbildung, der Planung von Razzien und mit dem Austausch von Geheimdienstinformationen.

In Venezuela hatte die US-Armee Mitte Juni den Anführer der Drogenbande Tren de Aragua getötet. Mit der ecuadorianischen Armee führen die USA nach Angaben Washingtons zudem gemeinsame Einsätze im Grenzgebiet zu Kolumbien aus.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Verurteilte Linksextremistin: Bundesgerichtshof bestätigt Beugehaft für Lina E.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Beugehaft für die in Sachsen verurteilte Linksextremistin Lina E. bestätigt. Die Karlsruher Richter wiesen in einem am Freitag verkündeten Beschluss ihre Beschwerde gegen die vom Oberlandesgericht (OLG) Dresden verhängte Beugehaft zur Erzwingung einer Zeugenaussage zurück.

Anhaltende Trockenheit: Rheinpegel bei Düsseldorf auf historischem Tief

Aufgrund ausbleibender Niederschläge hat der Rheinpegel bei Düsseldorf ein neues historisches Tief erreicht. Freitagfrüh lag der Pegel zwischenzeitlich nur noch bei 14 Zentimetern, wie aus den von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes veröffentlichten Daten hervorging. Der bisher niedrigste bekannte Wasserstand war 2018 mit 23 Zentimetern registriert worden.

Unter Traktor eingeklemmt: Zwölfjähriger stirbt in Nordrhein-Westfalen

Ein Zwölfjähriger ist in Nordrhein-Westfalen bei einem Traktorunfall ums Leben gekommen. Der Zwölfjährige starb am Donnerstag in einem Krankenhaus, wie die Polizei in Herford am Abend mitteilte. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauerten an. Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtete, war der Traktor am Donnerstag mit einem Anhänger und mehreren Menschen in einem Waldgebiet bei Bünde einen Abhang hinuntergefahren und umgekippt.

Sri Lanka setzt nach Unruhen in Gefängnis Soldaten ein

Nach einem gescheiterten Gefängnisausbruch hat Sri Lanka schwer bewaffnete Soldaten in seinem wichtigsten Hochsicherheitsgefängnis stationiert. Hunderte Soldaten und Polizeikommandos bewachten am Freitag das Gelände des Welikada-Gefängnisses nach Unruhen, die am Vorabend begonnen hatten. Neun Insassen wurden offiziellen Angaben zufolge dabei verletzt.

Textgröße ändern: