Deutsche Tageszeitung - UNO: Wetterphänomen El Niño wird "sehr stark" und dauert wohl bis Februar

UNO: Wetterphänomen El Niño wird "sehr stark" und dauert wohl bis Februar


UNO: Wetterphänomen El Niño wird "sehr stark" und dauert wohl bis Februar
UNO: Wetterphänomen El Niño wird "sehr stark" und dauert wohl bis Februar / Foto: © AFP

Das Wetterphänomen El Niño wird nach Angaben der UNO in den kommenden Monaten "sehr stark" werden und sich voraussichtlich bis in den Februar ziehen. Seinen Höhepunkt werde El Niño Ende des Jahres erreichen, erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Donnerstag. El Niño werde "erhebliche Auswirkungen auf Niederschlags- und Temperaturmuster" haben. Konkret gebe es ein erhöhtes Risiko für Überschwemmungen, Dürren und Hitze.

Textgröße ändern:

"El Niño wird vor unseren Augen auf Großformat gebracht", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. WMO-Chefin Celeste Saulo warnte vor Auswirkungen auf Menschen und Volkswirtschaften in aller Welt. Unter anderem die Landwirtschaft, Gesundheitssysteme und die Energieversorgung seien großen Risiken ausgesetzt. Saulo rief Katastrophenschutzbehörden zu entsprechenden Vorbereitungen auf.

Zusätzlich zum menschengemachten Klimawandel verstärkt El Niño Probleme wie Dürren. Honduras, Panama und El Salvador etwa riefen Ende August Dürre-Alarm aus. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hatte kürzlich die Einschätzung abgegeben, dass Zentralamerika am schwersten von verstärktem Hunger durch den gegenwärtigen El Niño betroffen sein wird. Die britische Wetterbehörde Met Office warnte bereits, sie rechne mit dem "intensivsten" El Niño seit mehr als einem Jahrhundert.

Bei dem natürlich auftretenden Wetterphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe dem Äquator, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt ein El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert neun bis zwölf Monate an.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Verdacht auf Brandstiftung: Hunderte Schweine bei Feuer in Thüringen verendet

Mehrere hundert Schweine sind bei einem mutmaßlich absichtlich gelegten Brand auf einem Bauernhof im thüringischen Zeulenroda-Triebes verendet. Wie die Polizei am Donnerstag in Gera mitteilte, brach das Feuer am Mittwochnachmittag in einem Stall aus, bevor es auf mehrere weitere Gebäude übergriff.

Kritische Infrastrukturen: Grüne fordern Sicherheitskonzept von Dobrindt

Nach den mutmaßlichen Sabotageakten an Energieanlagen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen haben die Grünen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) schwere Versäumnisse beim Schutz kritischer Infrastruktur vorgeworfen. "Unser Land ist auf Angriffe auf kritische Infrastrukturen nur sehr unzureichend vorbereitet, und das muss sich schleunigst ändern", sagte Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic dem "Handelsblatt" vom Donnerstag.

Bundesgerichtshof entscheidet über Gema-Klage wegen Fernsehen im Seniorenheim

Im Streit über Fernsehen in einem Seniorenheim in Rheinland-Pfalz fällt der Bundesgerichtshof am Donnerstag (08.45 Uhr) in Karlsruhe sein Urteil. Geklagt haben die Gema und die Verwertungsgesellschaft Corint Media, welche die urheberrechtlichen Nutzungsrechte von Sendern wahrnimmt. Sie finden, dass für das Weiterleiten von Programmen in die einzelnen Zimmer extra gezahlt werden muss. (Az. I ZR 34/23 und I ZR 35/23)

Empörung nach Freispruch für maltesischen Geschäftsmann in Mordfall Caruana Galizia

Fast neun Jahre nach der Ermordung der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia hat ein Gericht in Malta am Mittwoch den Geschäftsmann Yorgen Fenech vom Vorwurf freigesprochen, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Caruana Galizias Familie erklärte, Fenechs Freispruch verweigere "ihr die Gerechtigkeit, die sie verdient". Medienorganisationen und Verfechter der Meinungs- und Pressefreiheit sehen in dem Urteil eine verheerende Signalwirkung.

Textgröße ändern: