Deutsche Tageszeitung - Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin

Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin


Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin
Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und eine Freundin zur Ausreise nach Syrien überredet haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen eine heute 35-Jährige erhoben. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Frau soll sich im Dezember 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben.

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Sie habe aus radikalislamischer Gesinnung heraus gehandelt und sich mit der Ideologie des IS identifiziert. Bis zu ihrer Trennung im Februar 2015 soll sie mit ihrem Ehemann, den sie nach islamischem Ritus heiratete, in Syrien gelebt und den Haushalt geführt haben. Anschließend habe die heute 35-Jährige in Frauenhäusern gelebt.

In dieser Zeit habe sie eine Freundin in Berlin dazu überredet, ebenfalls nach Syrien zu reisen und sich dem IS anzuschließen. Ihr gegenüber soll sie ihre Bereitschaft für einen Selbstmordanschlag geäußert haben. Im Juni 2015 sei die Freundin nach Syrien ausgereist und habe einen IS-Kämpfer geheiratet. Sie sei bei einem Angriff von IS-Gegnern getötet worden.

Kurdische Einheiten nahmen die heute 35-Jährige im März 2019 fest. Im Januar 2020 sei ihr die Flucht in die Türkei gelungen. Dort habe sie bis April 2026 unter falschem Namen gelebt. Anschließend soll sie sich dazu entschieden haben, nach Deutschland zurückzukehren. Die Frau wurde am 23. April am Flughafen Berlin-Brandenburg festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

(L.Svenson--DTZ)

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