Deutsche Tageszeitung - RKI: BA.5 wahrscheinlich bereits dominerend bei Corona-Infektionen

RKI: BA.5 wahrscheinlich bereits dominerend bei Corona-Infektionen


RKI: BA.5 wahrscheinlich bereits dominerend bei Corona-Infektionen
RKI: BA.5 wahrscheinlich bereits dominerend bei Corona-Infektionen / Foto: © AFP/Archiv

Der neue Virustyp BA.5 ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) mittlerweile offenbar die vorherrschende Variante bei den Corona-Infektionen in Deutschland. Anfang Juni habe der Anteil noch bei 24 Prozent gelegen, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schade am Freitag in Berlin. "Inzwischen ist er wahrscheinlich schon die dominierende Sublinie." Er verwies darauf, dass sich BA.5 noch schneller verbreite als andere Omikron-Varianten.

Textgröße ändern:

Es handele sich um eine "Escape"-Variante, sagte Schade weiter. Dies bedeutetet, dass der vorhandene Immunschutz des Körpers umgangen werden kann. Wer sich bereits mit einem anderen Omikron-Subtyp infiziert habe, könne sich also erneut anstecken. Die gute Nachricht sei allerdings, dass es bisher keine Hinweise auf schwerere Verläufe mit der BA.5-Variante gebe.

In dem am Donnerstag veröffentlichten Wochenbericht des RKI hatte es geheißen, der Anteil der BA.5-Infektionen habe zuletzt bei 23,7 Prozent gelegen. Dies ist binnen einer Woche mehr als eine Verdoppelung. In der Vorwoche hatte der Anteil nach aktualisierten Daten bei 11,5 Prozent gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist zwar leicht gesunken, und zwar auf 427,8. Dies ist laut Schade aber auf den Feiertag am Donnerstag in mehreren bevölkerungsreichen Bundesländern zurückzuführen. Registriert wurden 28.118 Neuinfektionen und 19 weitere Todesfälle.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Arbeitgeber fordern "Ausgabenmoratorium" bei gesetzlicher Krankenversicherung

Vor der Veröffentlichung der Empfehlungen zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung hat Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger eine Begrenzung der Ausgaben angemahnt. "Wir haben heute schon die teuerste Gesundheitsversorgung Europas - allerdings ohne die entsprechende Qualität“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der "Welt am Sonntag". Er forderte ein "Ausgabenmoratorium", um den weiteren Anstieg der Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber kurzfristig zu stoppen.

Bundestag macht Weg frei für leichtere "Überkreuz"-Nierenspenden

Nierenspenden durch lebende Personen sollen künftig leichter möglich sein. Der Bundestag beschloss am Donnerstag eine Gesetzesänderung, wonach Lebendspenden von Nieren hierzulande künftig auch zwischen zwei unterschiedlichen Paaren "überkreuz" im Regelfall zugelassen werden. Dies soll den Kreis möglicher Organspenderinnen und -spender erheblich vergrößern.

GKV-Finanzen: Kassen fordern "entschlossenes politisches Handeln"

Vor dem Hintergrund von Milliardendefiziten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben die Kassen "entschlossenes politisches Handeln" gefordert. "Bringen Sie noch vor dem Sommer ein Gesetz auf den Weg, damit die Maßnahmen spätestens im Jahr 2027 greifen", appellierte der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbands am Donnerstag an die Politik. "Weitere Beitragssatzerhöhungen sind für die Beitragszahlenden nicht mehr tragbar und wären zudem Gift für die Wirtschaft!"

Klingbeil-Rede bringt Bewegung in Reformdebatten von Union und SPD

In die Reformdebatten von Union und SPD kommt zunehmend Bewegung. Nach der Grundsatzrede von SPD-Chef Lars Klingbeil ist die Debatte darüber voll entbrannt, wie Belastungen durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werden könnten und umgekehrt. Kritik kommt parteiübergreifend an Überlegungen für eine Anhebung der Mehrwertsteuer.

Textgröße ändern: