Deutsche Tageszeitung - Barmer: Nutzung der elektronischen Krankschreibung nimmt stark zu

Barmer: Nutzung der elektronischen Krankschreibung nimmt stark zu


Barmer: Nutzung der elektronischen Krankschreibung nimmt stark zu
Barmer: Nutzung der elektronischen Krankschreibung nimmt stark zu / Foto: © AFP/Archiv

Die Nutzung der elektronischen Krankschreibung ist einem Bericht zufolge in den vergangenen Monaten rasant gestiegen. Der Anteil der an die Kasse digital übermittelten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) stieg von 20 Prozent in der 22. Kalenderwoche auf 79 Prozent in der 42. Woche, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Samstag unter Berufung auf eine aktuelle Auswertung der Barmer Krankenkasse berichtete. An einzelnen Tagen überstieg die Quote demnach die 80-Prozent-Marke deutlich.

Textgröße ändern:

Zugleich sank den Daten zufolge die Fehlerquote bei der eAU von knapp sechs auf rund 0,3 Prozent. "Im Bereich der Krankschreibungen nimmt die Digitalisierung im Gesundheitswesen stark an Fahrt auf", sagte Barmer-Chef Christoph Straub den RND-Zeitungen. Als Ziel nannte er einen Anteil von 95 Prozent.

Mit Hilfe der eAU können die Krankschreibungen digital von der Praxis direkt an die Kasse des Versicherten gesendet werden. In einer nächsten Stufe ab 2023 können die Arbeitgeber die AU-Daten ihrer Beschäftigten nur noch elektronisch bei den Kassen abrufen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Arbeitgeber fordern "Ausgabenmoratorium" bei gesetzlicher Krankenversicherung

Vor der Veröffentlichung der Empfehlungen zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung hat Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger eine Begrenzung der Ausgaben angemahnt. "Wir haben heute schon die teuerste Gesundheitsversorgung Europas - allerdings ohne die entsprechende Qualität“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der "Welt am Sonntag". Er forderte ein "Ausgabenmoratorium", um den weiteren Anstieg der Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber kurzfristig zu stoppen.

Bundestag macht Weg frei für leichtere "Überkreuz"-Nierenspenden

Nierenspenden durch lebende Personen sollen künftig leichter möglich sein. Der Bundestag beschloss am Donnerstag eine Gesetzesänderung, wonach Lebendspenden von Nieren hierzulande künftig auch zwischen zwei unterschiedlichen Paaren "überkreuz" im Regelfall zugelassen werden. Dies soll den Kreis möglicher Organspenderinnen und -spender erheblich vergrößern.

GKV-Finanzen: Kassen fordern "entschlossenes politisches Handeln"

Vor dem Hintergrund von Milliardendefiziten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben die Kassen "entschlossenes politisches Handeln" gefordert. "Bringen Sie noch vor dem Sommer ein Gesetz auf den Weg, damit die Maßnahmen spätestens im Jahr 2027 greifen", appellierte der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbands am Donnerstag an die Politik. "Weitere Beitragssatzerhöhungen sind für die Beitragszahlenden nicht mehr tragbar und wären zudem Gift für die Wirtschaft!"

Klingbeil-Rede bringt Bewegung in Reformdebatten von Union und SPD

In die Reformdebatten von Union und SPD kommt zunehmend Bewegung. Nach der Grundsatzrede von SPD-Chef Lars Klingbeil ist die Debatte darüber voll entbrannt, wie Belastungen durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werden könnten und umgekehrt. Kritik kommt parteiübergreifend an Überlegungen für eine Anhebung der Mehrwertsteuer.

Textgröße ändern: