Deutsche Tageszeitung - Praxispersonal in Tarifkonflikt zu Warnstreik aufgerufen

Praxispersonal in Tarifkonflikt zu Warnstreik aufgerufen


Praxispersonal in Tarifkonflikt zu Warnstreik aufgerufen
Praxispersonal in Tarifkonflikt zu Warnstreik aufgerufen / Foto: © AFP/Archiv

Mit einem eintägigen Warnstreik wollen die Beschäftigten in den deutschen Arztpraxen am Donnerstag ihre Forderung nach besserer Bezahlung bekräftigen. Für die Patientinnen und Patienten könnte dies laut Verbandsvertretern längere Wartezeiten bedeuten, auch einzelne Praxisschließungen könnte es geben. Die Not- und Akutversorgung soll gesichert bleiben. Der Verband medizinischer Fachberufe (vmf) richtete seinen Streikaufruf an bundesweit 330.000 medizinische Fachangestellte, Arzthelfer und Arzthelferinnen.

Textgröße ändern:

Der Verband will mit seinem Forderungspaket eine prozentualen Gehaltssteigerung von durchschnittlich 14,6 Prozent durchsetzen. Das Angebot der Arbeitgeberseite würde laut vmf eine durchschnittliche Erhöhung von 5,5 Prozent bewirken. Der Warnstreik - der erste in der Geschichte des vmf - soll die für Donnerstag geplante nächste Verhandlungsrunde flankieren. Geplant sind auch Protestaktionen vor der Bundesärztekammer in Berlin sowie in Dortmund, Hamburg, Marburg, Nürnberg und Stuttgart.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Krankenhäuser hoffen auf Wiedereinführung des Zivildienstes

Im Fall einer Wiedereinführung des Zivildienstes in Deutschland sind die Krankenhäuser in hohem Maße bereit, Zivi-Stellen zu schaffen. Fast alle Kliniken, die früher Zivis beschäftigten, wären nach einer Umfrage des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI) bereit, wieder ein vergleichbares Stellenangebot zu schaffen, wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Apothekerverband: Arzneimittelausgaben 2025 deutlich gestiegen

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel sind nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2025 habe es bei den Arzneimitteln ohne Impfstoffe erwartungsgemäß einen Anstieg um 4,9 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro gegeben, teilte der DAV am Donnerstag unter Berufung auf Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren in Berlin mit.

Erster Pollenalarm im Westen und Südwesten - Im Nordosten hält Kälte Blüten in Schach

Während im Nordosten Frost und Schnee die Pollen noch in Schach halten, hat vor allem im Südwesten und Westen aufgrund milderer Temperaturen die Pollensaison bereits begonnen. Dort schreitet die Blüte der Flühblüher langsam voran, wie der Polleninformationsdienst (PID) in Berlin am Mittwochabend mitteilte.

Zahl der Herzinfarkte sinkt - Bei Frauen oft spät erkannt

Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland sinkt. Der Anteil betroffener Männer ging zwischen 2014 und 2024 um 18,5 Prozent zurück, wie die Krankenkasse KKH am Mittwoch in Hannover mitteilte. Bei den Frauen war der Rückgang mit 13,7 Prozent etwas geringer - bei ihnen würden Herzinfarkte häufig erst spät erkannt und Warnsignale fehlgedeutet, warnte die KKH.

Textgröße ändern: