Deutsche Tageszeitung - KKH-Analyse: Rückenschmerzen in vergangenem Jahr Hauptgrund für Fehlzeiten in Job

KKH-Analyse: Rückenschmerzen in vergangenem Jahr Hauptgrund für Fehlzeiten in Job


KKH-Analyse: Rückenschmerzen in vergangenem Jahr Hauptgrund für Fehlzeiten in Job
KKH-Analyse: Rückenschmerzen in vergangenem Jahr Hauptgrund für Fehlzeiten in Job / Foto: © AFP/Archiv

Rückenschmerzen sind im vergangenen Jahr bei den Versicherten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) der Hauptgrund für Fehlzeiten im Job gewesen. Damit erhielt jeder achte Berufstätige diese Diagnose, wie die KKH am Montag in Hannover mitteilte. Fünf Jahre zuvor hatte das erst jeden 13. Erwerbstätigen betroffen.

Textgröße ändern:

Auf die Diagnose Rückenschmerzen entfielen demnach im vergangenen Jahr 142 Krankheitstage pro 100 versicherten Mitgliedern der Kasse. Das waren knapp 20 Prozent mehr als noch 2019 mit rund 118 Fehltagen je 100 versicherten Mitgliedern.

Dahinter folgten Diagnosen aufgrund psychischer Probleme. Anpassungsstörungen und akute Belastungsreaktionen waren 2024 mit rund 112 Fehltagen pro 100 Berufstätigen die zweithäufigste Einzeldiagnose. Das waren knapp 50 Prozent mehr als noch fünf Jahre zuvor. Depressive Episoden waren mit gut 104 Krankheitstagen pro 100 Berufstätigen die dritthäufigste Diagnose bei den KKH-Versicherten - im Fünfjahresvergleich fast 17 Prozent mehr.

Für Rückenschmerzen gibt es keine eindeutige Ursache. Zu den Risikofaktoren zählen Bewegungsmangel, ergonomische Faktoren am Arbeitsplatz, etwa häufiges Heben schwerer Lasten, langes Stehen oder ungünstige Sitzpositionen, sowie Übergewicht. Rückenbeschwerden, die keine organische Ursache haben, hängen häufig auch mit psychischem Stress zusammen.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Zahnarzt-Kosten: Vorstoß von CDU-Wirtschaftsrat stößt auch in Union auf Ablehnung

Mit seinem Vorschlag, Zahnarzt-Behandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen, stößt der Wirtschaftsrat der CDU auch innerhalb der Partei auf breite Kritik. Vor den anstehenden Landtagswahlen warnten führende CDU-Politiker davor, die Bürgerinnen und Bürger mit derartigen Forderungen zu vergraulen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erteilte dem Vorstoß des CDU-nahen Unternehmerverbandes eine kategorische Absage.

Warken schließt Streichung der Erstattung von Zahnarztleistungen aus

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die Forderung abgelehnt, Zahnarztleistungen nicht mehr durch die gesetzliche Krankenversicherung zu erstatten. Diese werde "nicht umgesetzt", erklärte Warken am Montag in Berlin. "Das schließe ich aus, denn es wäre eine Abkehr des Kerngedankens unseres Solidarsystems". Zudem widerspreche dies "dem Ziel, Prävention zu stärken".

Zahl der Krebstoten in Deutschland steigt - aber insgesamt bessere Überlebenschancen

Aufgrund der älter werdenden Bevölkerung steigt in Deutschland die Zahl der Krebstoten, während zugleich die Überlebenschancen wachsen. Im Jahr 2024 starben 230.400 Menschen an einer Krebserkrankung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das waren rund zehn Prozent mehr als im Jahr 2004. Gerade bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter führt Krebs demnach aber seltener zum Tod als noch vor 20 Jahren.

Zahnarzt selbst zahlen: CDU-Wirtschaftsrat fordert Kahlschlag bei Sozialleistungen

Zahnarztbesuche werden nicht mehr von der Versicherung bezahlt, Arbeitslosengeld gibt es grundsätzlich nur noch ein Jahr lang, Mütterrente und Rente mit 63 werden gestrichen: Mit solchen Vorschlägen will der CDU-Wirtschaftsrat den Anstieg der Sozialabgaben verhindern. Der Unternehmensverband veröffentlichte am Sonntag seine "Agenda für Arbeitnehmer", die auf der Gegenseite auch Steuersenkungen für Beschäftigte vorsieht. Unter dem Strich würden Arbeitnehmer "deutlich entlastet", betonte der Verband.

Textgröße ändern: