Deutsche Tageszeitung - RKI: Etwa 517.800 Menschen erhielten 2023 Krebsdiagnose - Sterblichkeit rückläufig

RKI: Etwa 517.800 Menschen erhielten 2023 Krebsdiagnose - Sterblichkeit rückläufig


RKI: Etwa 517.800 Menschen erhielten 2023 Krebsdiagnose - Sterblichkeit rückläufig
RKI: Etwa 517.800 Menschen erhielten 2023 Krebsdiagnose - Sterblichkeit rückläufig / Foto: © AFP/Archiv

Im Jahr 2023 ist in Deutschland bei etwa 517.800 Menschen Krebs diagnostiziert worden. Das geht aus Schätzungen des Zentrums für Krebsregisterdaten hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag in Berlin veröffentlichte. Die Krebsneuerkrankungen betrafen rund 241.400 Frauen und 276.400 Männer. Insgesamt 228.960 Menschen starben 2023 an Krebs. Die Krebssterblichkeit ist in Deutschland damit weiter rückläufig.

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Rund die Hälfte aller Krebsneuerkrankungen machten demnach Prostatakrebs mit 79.000 Fällen, Brustkrebs mit 75.900 Fällen, Lungenkrebs mit 58.300 Diagnosen sowie Darmkrebs mit 55.300 Diagnosen aus. Die Neuerkrankungsrate war insgesamt leicht rückläufig und lag 2023 bei Männern bei 418 und bei Frauen bei 347 pro 100.000 Menschen.

Rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Krebserkrankung, die in den vergangenen fünf Jahren diagnostiziert wurde. Nach den aktuellen Daten erkrankt im Lauf des Lebens fast jeder zweite Mann (49 Prozent) und mehr als zwei von fünf Frauen (43 Prozent) an Krebs. Etwa jede sechste Frau und jeden siebten Mann trifft die Krankheit vor dem 65. Lebensjahr.

Etwa einem von vier Todesfällen bei Männern beziehungsweise einem von fünf Todesfällen bei Frauen liegt eine Krebserkrankung zugrunde. Die relativen Fünf-Jahres-Überlebensraten sind stark von der Krebsart abhängig und reichen von nur etwa zehn Prozent für bösartige Tumoren der Bauchspeicheldrüse bis hin zu Werten um 95 Prozent für Schwarzen Hautkrebs und Hodenkrebs.

In den vergangenen 25 Jahren sanken die altersstandardisierten Krebssterberaten bei Frauen demnach um 21 Prozent und bei Männern um 31 Prozent. Die stärksten Rückgänge an Todesfällen gab es bei Magenkrebs und Darmkrebs.

Ausgewertet wurden Krebsfälle aus den Jahren 2021 bis 2023. Basis sind Daten aus dem Krebsregister und die amtliche Todesursachenstatistik von 1999 bis 2023. Der Bericht "Krebs in Deutschland" wird alle zwei Jahre veröffentlicht.

Nach Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums sind in Deutschland mindestens 37 Prozent aller Krebsneuerkrankungen durch vermeidbare oder zumindest beeinflussbare Risikofaktoren erklärbar. Etwa 19 Prozent aller Krebsneuerkrankungen pro Jahr sind demnach dem Rauchen zuzuschreiben. Auch Übergewicht und Bewegungsmangel, Alkoholkonsum oder eine Ernährung mit einem hohen Anteil von rotem und verarbeitetem Fleisch sind Risikofaktoren.

(L.Møller--DTZ)

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