Deutsche Tageszeitung - Biontech will mehrere Standorte schließen und bis zu 1860 Stellen abbauen

Biontech will mehrere Standorte schließen und bis zu 1860 Stellen abbauen


Biontech will mehrere Standorte schließen und bis zu 1860 Stellen abbauen
Biontech will mehrere Standorte schließen und bis zu 1860 Stellen abbauen / Foto: © AFP

Das Biotechnologieunternehmen Biontech will mehrere Standorte schließen. "Biontech plant, die Produktionsstandorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie an den Standorten von CureVac zu schließen, wovon insgesamt bis zu rund 1860 Stellen betroffen sein könnten", erklärte das Mainzer Pharmaunternehmen am Dienstag. Das soll jährlich Einsparungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro bringen.

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Die Biontech-Standorte in Idar-Oberstein und Marburg sowie die ehemaligen Curevac-Standorte in Tübingen sollen demnach bis Ende 2027 "teilweise oder vollständig" verkauft werden, wie das Unternehmen ausführte. Biontech hatte das Tübinger Unternehmen erst im vergangenen Jahr übernommen. Der Betrieb in Singapur soll den Angaben nach im ersten Quartal 2027 eingestellt werden.

Im ersten Quartal fuhr Biontech einen weiteren Millionenverlust ein, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Zuletzt waren die Umsätze mit Corona-Impfstoffen deutlich zurückgegangen, während die Forschungs- und Entwicklungskosten weiter anstiegen. Im ersten Quartal blieb bei einem Umsatz von etwa 118 Millionen Euro ein Nettoverlust von rund 532 Millionen Euro.

Biontech hatte den ersten zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt und war in der Folge zu einem der wertvollsten Unternehmen in Deutschland aufgestiegen. Auch Curevac hatte an der Entwicklung von Impfstoffen auf Basis der mRNA-Technologie gearbeitet, schaffte es trotz staatlicher Förderung aber nicht, einen Impfstoff zur Zulassung zu bringen. Zusammen mit Curevac hat sich Biontech der Erforschung neuer Medikamente gegen Krebs, ebenfalls auf mRNA-Basis, verschrieben.

"Wir werden uns weiterhin auf die beschleunigte Entwicklung unserer wichtigsten strategischen Programme konzentrieren, während wir an unserer Vision festhalten, die Gesundheit von Patientinnen und Patienten mit Krebs auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verbessern", erklärte Biontech-Chef und Ko-Gründer Ugur Sahin. Sahin und seine Frau und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci hatten im März angekündigt, sich aus dem Unternehmen zurückziehen und ein neues Unternehmen gründen zu wollen.

(L.Svenson--DTZ)

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