Deutsche Tageszeitung - Hantavirus: Vier deutsche Schiffspassagiere in Heimatregionen angekommen

Hantavirus: Vier deutsche Schiffspassagiere in Heimatregionen angekommen


Hantavirus: Vier deutsche Schiffspassagiere in Heimatregionen angekommen
Hantavirus: Vier deutsche Schiffspassagiere in Heimatregionen angekommen / Foto: © AFP/Archiv

Die vier Passagiere aus Deutschland, die während des Ausbruchs des tödlichen Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" waren, sind in ihren Heimatregionen angekommen. Die Menschen aus Baden-Württemberg, Berlin und Sachsen wurden in häusliche Quarantäne gebracht, wie die jeweiligen Behörden am Dienstag mitteilten. Der Patient oder die Patientin aus Bayern wurde den Angaben zufolge zunächst in eine Münchner Klinik eingeliefert. Alle vier waren demnach symptomfrei.

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Aus Gründen der Zuständigkeit befinde sich der Mensch aus Bayern in der Infektiologie der städtischen München-Klinik im Stadtteil Schwabing, hieß es vom bayerischen Landesgesundheitsamt in Erlangen. Die Versorgung und weitere Beobachtung erfolge in einem isolierten Schleusenzimmer mit Unterdruck. Der Mensch zeige "keine Hinweise auf eine aktive Hantavirusinfektion" und sei in einer stabilen klinischen Verfassung, hieß es.

Aus Berlin hieß es, der Mensch "aus dem Großraum Berlin" sei angekommen und befinde sich in häuslicher Isolation. Er sei weiterhin symptomfrei und "den Umständen entsprechend wohlauf", teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Auch das baden-württembergische Gesundheitsministerium bestätigte am Dienstag, dass sich der betroffene Mensch aus dem Bundesland seit Montagnachmittag in häuslicher Quarantäne befinde.

Die Passagierin oder der Passagier aus Sachsen kommt aus dem Landkreis Mittelsachsen, wie dieser am Dienstag mitteilte. Sie oder er sei "unter strengen Hygienestandards" mit einem medizinischen Spezialtransport nach Hause gebracht worden. Das Gesundheitsamt habe auch hier eine sechswöchige Quarantäne ausgesprochen, hieß es vom Landkreis weiter.

In den vergangenen Wochen waren drei Passagiere des Schiffs am Hantavirus gestorben, darunter eine Deutsche. Eine weitere Deutsche, die mit ihr Kontakt hatte und bereits vor einigen Tagen von Bord geholt wurde, befindet sich seit der vergangenen Woche im Universitätsklinikum Düsseldorf. Bislang wurde bei ihr keine Infektion nachgewiesen, wie das Krankenhaus am Dienstag mitteilte. Gegen das schwere Atemwegserkrankungen verursachende Virus gibt es keine Impfung und auch keine Behandlung.

(V.Varonivska--DTZ)

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