Deutsche Tageszeitung - WHO-Chef in Demokratischer Republik Kongo: Ebola-Epidemie kann "gestoppt werden"

WHO-Chef in Demokratischer Republik Kongo: Ebola-Epidemie kann "gestoppt werden"


WHO-Chef in Demokratischer Republik Kongo: Ebola-Epidemie kann "gestoppt werden"
WHO-Chef in Demokratischer Republik Kongo: Ebola-Epidemie kann "gestoppt werden" / Foto: © AFP

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat sich bei seiner Ankunft in der von einem tödlichen Ebola-Ausbruch betroffenen Demokratischen Republik Kongo zuversichtlich im Kampf gegen das Virus gezeigt und zugleich Reiseverbote kritisiert. Der Ausbruch könne "gestoppt werden", sagte Tedros nach seiner Landung in der Hauptstadt Kinshasa am Donnerstag vor Journalisten.

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Weiter betonte er, die WHO unterstütze keine Reiseverbote zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs, da diese "nicht viel bringen". Die USA hatten wegen des Ebola-Ausbruchs Einreisebeschränkungen gegen Menschen aus dem betroffenen Ländern verhängt.

Zuvor hatte der WHO-Chef im Onlinedienst X an die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo gerichtet erklärt: "Gemeinsam werden wir diesen Ausbruch überwinden." Er versprach "alles in meiner Macht Stehende zu tun, um Ihnen zu helfen".

Tedros sollte am Freitag weiter in die nordöstliche Provinz Ituri weiterreisen, wo sich der Herd des Ebola-Ausbruchs befindet. Die an Uganda grenzende Region ist zudem Schauplatz bewaffneter Konflikte.

Die WHO hatte zuletzt von 223 mutmaßlichen Ebola-Todesfällen seit Beginn des jüngsten Ebola-Ausbruchs gesprochen; zehn Todesfälle seien bestätigt. Das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs dürfte nach Einschätzung der WHO größer sein.

Für den jüngsten Ebola-Ausbruch ist die seltene Bundibugyo-Variante des Virus' verantwortlich, gegen die es bisher weder eine Impfung noch Medikamente gibt. Die WHO teilte jedoch am Donnerstag mit, dass ihre Beratungsgremien klinische Studien für Impfstoffe und Behandlungsmethoden empfohlen hätten, die gegen den Bundibugyo-Stamm wirksam sein könnten. Die Gruppen prüften mehrere vielversprechende Produkte, hieß es. Die WHO wolle für deren wissenschaftliche Bewertung eng mit der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda zusammenarbeiten.

(W.Novokshonov--DTZ)

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