Deutsche Tageszeitung - Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo stark gesunken

Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo stark gesunken


Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo stark gesunken
Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo stark gesunken / Foto: © AFP

Die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo und dem benachbarten Uganda ist stark zurückgegangen. Nach mehr als 900 Verdachtsfällen in der vergangenen Woche gibt es derzeit noch 116, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Insgesamt 321 Infektionen mit dem Ebola-Virus wurden in der Demokratischen Republik Kongo bislang nachgewiesen, 48 der Betroffenen starben. In Uganda wurden neun Infektionsfälle bestätigt, ein Mensch starb.

Bei hunderten wegen Krankheitssymptomen zunächst als Verdachtsfall registrierten Patienten habe sich eine Ebola-Infektion bei Tests dagegen nicht bestätigt, erklärte WHO-Sprecher Christian Lindmeier.

Der Ebola-Ausbruch war am 15. Mai in Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo ausgerufen worden. Seither wurde das Virus in insgesamt drei kongolesischen Provinzen sowie im Nachbarland Uganda nachgewiesen.

Ebola verursacht Fieber mit Blutungen und wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch wird durch die Virusvariante Bundibugyo verursacht, gegen die es bislang weder eine spezifische Behandlung noch einen zugelassenen Impfstoff gibt.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Anhaltende Wärme macht Deutschland zu schaffen - Zahl der Hitzetoten weiter gestiegen

Die anhaltende Hitze macht Mensch und Natur in Deutschland weiter zu schaffen. Während das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag eine erneute Zunahme der Hitzetoten meldete, kämpfte die Feuerwehr vielerorts weiterhin gegen Wald- und Flächenbrände. Der Deutsche Tierschutzbund schlug Alarm und warnte vor Gefahren für Wildtiere durch ausgetrocknete Wasserstellen. Linderung ist zunächst nicht in Sicht: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) werden weiter teils ungewöhnlich hohe Temperaturen erwartet.

Mangel an Pflegeplätzen: Verband fordert "pflegepolitische Wende"

Angesichts drastisch gestiegener Eigenanteile und fehlender Pflegeplätze sieht der Arbeitgeberverband Pflege dringenden Handlungsbedarf. "Wir brauchen eine pflegepolitische Wende, sonst wird die Pflegekrise zur Gesellschaftskrise", erklärte Verbandspräsident Thomas Greiner am Donnerstag. "Pflege muss wieder günstiger werden, die Eigenanteile müssen runter und wir brauchen Pflegeplätze, Pflegeplätze, Pflegeplätze."

Barmer-Umfrage: Fast jeder Fünfte verschweigt etwas beim Arzt

Viele Menschen in Deutschland trauen sich einer Umfrage zufolge oft nicht, offen mit ihrem Arzt zu sprechen. 18 Prozent der befragten Erwachsenen gaben an, beim Arztbesuch schon einmal Probleme aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen verschwiegen zu haben, wie aus einer Umfrage der Krankenkasse Barmer laut Mitteilung vom Mittwoch hervorging. Demnach sind besonders Frauen und jüngere Menschen betroffen.

Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo

Die offizielle Zahl der Todesopfer durch die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 2000 gestiegen. Von den 4381 bestätigten Infektionsfällen seien 2011 tödlich ausgegangen, teilten die kongolesischen Behörden am Dienstag mit. Damit nähert sich die Opferzahl derjenigen des bislang schwersten Ebola-Ausbruchs im Land, bei dem in den Jahren 2018 bis 2020 fast 2300 Infizierte gestorben waren.

Textgröße ändern: